Zierspargel: Tolle Tipps für die Vermehrung

Der Zierspargel ist eine attraktive Grünpflanze, die sich in hellen und warmen Räumen besonders wohl fühlt. Kultiviert werden verschiedene Arten, die sich in erster Linie durch die Größe der Scheinblätter unterscheiden. Zierspargel lässt sich ganz unkompliziert selbst vermehren. Wie das geht, erfahren Sie im nachfolgenden Artikel.

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Zierspargel kann gut über Teilung vermehrt werden

Vermehrung durch Teilung

Topfen Sie den Zierspargel im Frühjahr um, können Sie große Knollen einfach teilen. Durch diese ungeschlechtliche Vermehrung erhalten Sie zwei Pflanzen, welche genau die gleichen Eigenschaften aufweisen. Gehen Sie folgendermaßen vor:

  • Heben Sie den Zierspargel aus dem Topf. Sitzt Asparagus densiflorus sehr fest, sollten Sie nicht an den Scheinblättern ziehen, sondern das alte Pflanzgefäß vorsichtig aufschneiden.
  • Entfernen Sie das Substrat gründlich vom Wurzelstock. Gehen Sie dabei behutsam vor, damit die Speicherorgane nicht abbrechen.
  • Schneiden Sie einzelne, bewurzelte Pflanzenteile mit einem sauberen, scharfen Messer ab.
  • Lassen Sie die Schnittfläche antrocknen. Sie können diese zur Desinfektion zusätzlich mit Holzkohlenstaub bestreuen.
  • Setzen Sie die Wurzeln genauso tief wie bisher in handelsübliche Blumenerde.
  • Angießen.

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Vermehrung durch Samen

In den kleinen, runden Früchten finden sich zahlreiche Samen, die Sie für die Vermehrung nutzen können. Bei Zimmertemperatur keimen diese problemlos und sehr schnell. Der optimale Zeitpunkt für diese Variante der Vermehrung liegt im Spätwinter von Januar bis März. Verwenden Sie stets frisches Saatgut, da es die gute Keimfähigkeit rasch verliert.

  • Füllen Sie Anzuchtschalen oder -töpfchen mit spezieller Anzuchterde. Alternativ eignet sich nährstoffarme Kakteen- oder Kokoserde.
  • Legen Sie die Samen hinein und bedecken Sie diese mit einer feinen Schicht des Substrats.
  • Feuchten Sie die Erde mit einem Sprühgerät gründlich an.
  • Um ein Gewächshausklima zu erzeugen, eine Haube oder durchsichtige Folie darüberlegen.
  • Stellen Sie das Anzuchtgefäß an einen hellen Platz.
  • Die optimale Keimtemperatur liegt bei zwanzig Grad.
  • Tägliches Lüften beugt Fäulnis und Schimmelbildung vor.
  • Nach etwa vier Wochen müssen die kleinen Pflänzchen vereinzelt werden.
  • Bereits nach zwei Monaten ist die Zierspargel-Nachzucht groß genug, um in Blumentöpfe gesetzt zu werden.
  • Nun werden sie wie ältere Pflanzen gepflegt und gedüngt.

Tipp

Da in den roten Früchten giftige Substanzen enthalten sind, sollten Sie beim Auslesen der Samen sowie beim Aussäen stets Handschuhe tragen.

Text: Michaela Kaiser
Artikelbild: Apple_Mac/Shutterstock

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