Was tun, wenn der Zierlauch verblüht ist?

Die großen Blütenkugeln des Zierlauchs sehen einfach toll aus. Außerdem enthalten die attraktiven Blüten viel Nektar und Pollen, was Schmetterlinge und Bienen anlockt. Doch was ist zu tun, wenn sich die Blütezeit dem Ende zuneigt und der Zierlauch verblüht ist?

Zierlauch nach der Blüte
Die verblühten Pflanzenteile können abgeschnitten werden

Was ist zu tun, wenn der Zierlauch verblüht ist?

Viele Zierlauch-Arten blühen über einen längeren Zeitraum. Verblüht sind die Blütenstängel, wenn sie trocken werden und sich braun färben. Sie können diese Stängel knapp über dem Boden abschneiden, können sie aber auch noch über den Winter stehenlassen. Die trockenen Blütenköpfe sehen immer noch attraktiv aus und sind ein Blickfang im herbstlichen Garten. Zudem sorgen Sie auf diese Weise dafür, dass sich die Pflanzen selbst aussäen.

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Ein Abschneiden direkt nach dem Verblühen hat keine Vorteile, da dadurch keine neue Blütenbildung angeregt wird. Damit unterscheiden sich die Allium-Arten von vielen anderen Gartengewächsen. Spätestens vor dem Neuaustrieb im Frühjahr sollten Sie die Stängel jedoch entfernen. Nach der Blüte sollten Sie den Zierlauch auf jeden Fall nicht mehr düngen oder gießen. Zudem sind die Zwiebeln bei frostempfindlichen Arten auszugraben und frostsicher zu überwintern. Alle anderen Arten bedecken Sie einfach mit Reisig.

Kann man die gesammelten Samen für die Aussaat verwenden?

Statt einer unkontrollierten Selbstaussaat können Sie die reifen Samen aber auch ernten und sie an einem anderen Ort aussäen. Allium-Samen sind reif, wenn sie schwarz gefärbt sind. Doch Vorsicht: Sie fallen sehr schnell aus dem Samenstand, weshalb sie sich nicht allzu viel Zeit lassen sollten. Eine Aussaat mit dem selbst gesammelten Saatgut ist im Frühjahr sowie im Herbst möglich, wobei die Pflanzen auch in Töpfen angezogen werden können.

Wann ist Zierlauch verblüht?

Es gibt schätzungsweise 900 verschiedene Arten und Sorten von Zierlauch, die allesamt zu verschiedenen Zeiten blühen. Klug ausgewählt und gepflanzt, kann der Zierlauch in Ihrem Garten zwischen April und September blühen.

  • Allium amethystinus: Juli
  • Berglauch (Allium senescens): Juli bis September
  • Blauzungen-Lauch (Allium karataviense): Mai bis Juni
  • Goldlauch (Allium moly): Juni bis Juli
  • Honiglauch (Allium siculum): Juli bis August
  • Kugellauch (Allium sphaerocephalon): Juni bis August
  • Neapolitanischer Lauch (Allium cowanii): April bis Mai
  • Nickender Lauch (Allium cernuum): Mai bis Juni
  • Riesenlauch (Allium giganteum): Juni bis August
  • Roter Zierlauch (Allium oreophilum): Mai bis Juni
  • Sternkugellauch (Allium christophii): Mai bis Juli

Manche Arten blühen nur einmal, andere bilden über einen längeren Zeitraum immer wieder neue Blütenköpfe aus. Doch ganz gleich, für welche Variante Sie sich entscheiden: Die Blütezeit des Zierlauchs ist definitiv beendet, wenn sich die Blätter gelb färben. Diese Gelbfärbung ist kein Krankheitsanzeichen, sondern bedeutet, dass die Zwiebel alle Nährstoffe aus den oberirdischen Pflanzenteilen zieht und sich so auf die Winterruhe vorbereitet.

Tipp

Verblühte Blütenbälle für Trockensträuße verwenden

Sie müssen die abgeschnittenen, vertrockneten Blütenstängel nicht gleich wegwerfen. Stattdessen lassen sich diese noch sehr gut für hübsche Trockengestecke verwenden, beispielsweise zusammen mit Gräsern, Hortensien oder Strohblumen.

–Was tun, wenn der Zierlauch verblüht ist?
– Die getrockneten, braunen Blütenstängel können direkt über dem Boden abgeschnitten werden.
– Sie können sie aber auch stehenlassen, die trockenen Blütenkugeln sind auch im Herbst noch attraktiv.
– Stehengelassene Blütenstängel bilden Samen zur Selbstaussaat aus.
– Zierlauch nach der Blütezeit nicht mehr gießen oder düngen.

Text: Ines Jachomowski

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