zickzackstrauch
Der Zickzackstrauch ist eine Zimmerpflanze besonderer Art

Zickzackstrauch: Pflege und pflanzen

Zickzacksträucher überzeugen mit einem außergewöhnlichen Wuchs. Ihre Gestalt wird von den Zweigen in Kombination mit den Blättern bestimmt. Damit die Sträucher ihre sternförmigen Blüten zeigen, sollten Sie auf die richtige Pflege und den passenden Standort achten.

Herkunft

Corokia cotoneaster, wie der Zickzackstrauch wissenschaftlich betitelt wird, stammt aus der Familie der Argophyllaceae. Das natürliche Verbreitungsgebiet des Strauchs sind die Wälder Neuseelands. Er kommt in der niedrigen bis mittelhohen Buschvegetation der Küstenregionen vor. Die Standorte sind windexponiert.

Blätter

Zickzacksträucher entwickeln silbergrünes Laub. Die Blätter sind sehr klein und eiförmig oder elliptisch entwickelt. Der Blattrand besitzt grobe Lappen, die mehr oder weniger tief eingeschnitten sind. Die Blattspitze ist zulaufend. Auf der Unterseite sind die Blätter durch die feine Behaarung weißlich. Die Blattstiele sind im Vergleich zu der Blattspreite auffallend lang. Durch ihre plattgedrückte Gestalt erscheinen sie sehr breit.

Blüten

Die bizarren Sträucher entwickeln kleine Blüten, deren Blütenhüllblätter gelb gefärbt sind. Jede Einzelblüte wird aus zwei Kreisen von jeweils drei Blütenhüllblättern gebildet. Die Blüten drängen sich zu zwei bis vier in kleinen Gruppen zusammen. Sie sitzen in den Blattachseln oder am Ende eines Sprosses und verströmen einen schwachen Duft, der einen leicht süßlichen Charakter besitzt. Die Blütezeit der wild wachsenden Sträucher erstreckt sich von Dezember bis Januar. In Mitteleuropa kultivierte Exemplare blühen im Spätwinter und Frühjahr. Die Blüten entstehen vor dem Blattaustrieb.

Wachstum

Zickzacksträucher wachsen als kleine Sträucher, deren Triebe von einem weißen Flaum überzogen sind. Sie werfen ihr Laub im Herbst ab und entwickeln eine außergewöhnliche Wuchsform. Nach jedem Blattansatz und Knoten verändert sich die Wuchsrichtung der Sprossachse, sodass sich ein zickzackförmiges Gesamtbild ergibt. Durch die kleinen Blätter erscheinen die Sträucher kahl.

Während die kultivierten Exemplare von Corokia cotoneatser zwischen 150 und 250 Zentimeter hoch wachsen, erreichen die wild wachsenden Sträucher an ihren ursprünglichen Verbreitungsgebieten Wuchshöhen bis zwei Meter. Ihr jährlicher Zuwachs ist gering. Diese Wuchsform ist eine Anpassung an die windexponierten Standorte im ursprünglichen Verbreitungsgebiet, wobei die Sträucher an Plätzen mit stark windigen Bedingungen besonders niedrig und kompakt bleiben.

Bonsai

Seine langsame Wuchsgeschwindigkeit und die gute Schnittverträglichkeit machen den Zickzackstrauch zum idealen Gewächs für die Bonsaigestaltung. Ein Schnitt ist jederzeit möglich. Zickzacksträucher können als Besen- oder Kaskadenbonsai geformt werden. Das Drahten, mit dem Kaskaden erzeugt werden, bereitet ihnen keine Probleme.

Der erste Schritt für die Zucht eines Bonsais ist der Gestaltungsschnitt. Er dient dazu, dem Bonsai eine grundlegende Form zu geben. Dazu entfernen Sie einige große Äste, wobei diese Entscheidung oft schwer fällt. Dieser Schnitt bestimmt das spätere Aussehen des Baums.

Um einen Bonsai zu formen, ist der Pflegeschnitt von großer Bedeutung. Entfernen Sie regelmäßig die Triebspitzen, damit der Baum nicht in die Höhe wächst, sondern klein bleibt und seine Krone verzweigt. Eine besondere Variante ist der Blattschnitt, bei welchem im Sommer alle Blätter entfernt werden. Der Zickzackstrauch entwickelt neue Blätter, die kleiner sind und besser zum gesamten Erscheinungsbild passen.
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Verwendung

Die Pflanze gilt als Geheimtipp. Zickzacksträucher werden als Zimmerpflanze kultiviert, wo sie in Form von Bonsais oder Sträuchern besondere Akzente setzen. Ihr wilder Wuchs in Kombination mit dem spärlich ausgebildeten Blattwerk geben den Sträuchern einen dramatischen Charakter. Sie eignen sich zur Verschönerung von Terrassen und Balkonen.

Zickzacksträucher können einzeln oder in kleine Grüppchen mit drei Exemplaren in einen Kübel gepflanzt werden. Einzeln wachsende Exemplare bilden eine baumförmige Form, wenn Sie das Gewächs entsprechend schneiden. Wachsen mehrere Pflanzen in einem Topf, bleiben ihre Stämme wegen des geringen Platzangebots dünn. Das Arrangement wirkt strauchförmig. Sie können den Zickzackstrauch auch mit anderen verholzenden Pflanzen oder Gräsern kombinieren.

Ist Zickzackstrauch giftig?

Zickzacksträucher enthalten keine giftigen Substanzen. Sowohl Blätter als auch Blüten und Früchte sind unbedenklich. Die roten Früchte, die sich im Sommer an der Pflanze entwickeln, verlocken zum Verzehr. Es wird nicht davon abgeraten, aber der Geschmack der Früchte gilt als ungenießbar. Daher müssen Sie sich keine Sorgen bezüglich Ihrer Kinder oder Haustiere machen, wenn Sie Corokia cotoneaster kultivieren. Für Katzen, Hunde und Meerschweinchen geht von den Pflanzen keine Gefahr aus.
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Welcher Standort ist geeignet?

Die außergewöhnlichen Sträucher mögen das ganze Jahr über einen hellen Standort mit absonnigen Bedingungen. Ideal ist ein Standort im Halbschatten. In heißen Sommermonaten zeigen sich die Pflanzen dankbar über einen kühlen und schattigen Platz, damit sie nicht zu viel Flüssigkeit über Verdunstung verlieren. Zickzacksträucher bevorzugen kühle Temperaturen, die im Bereich zwischen 15 und maximal 20 Grad Celsius liegen.

Im Winter bevorzugen die Pflanzen einen hellen Platz auf der Fensterbank, wobei die Temperaturen möglichst kühl sein sollten. Ideal ist ein Wintergarten, der Temperaturen zwischen fünf und zehn Grad Celsius bietet. Steigt das Thermometer im Winter über diesen Bereich, kann es zum Ausbleiben der Blüte kommen. Eine gute Belüftung ist wichtig, damit sich keine Schädlinge ausbreiten.
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Welche Erde braucht die Pflanze?

Der Zickzackstrauch mag ein Substrat mit durchlässigen Verhältnissen. Er reagiert sensibel auf Staunässe, weswegen Sie den Kübel mit einer Drainage ausstatten sollten. Eine humusreiche Erde bietet der Pflanze eine gute Wachstumsbasis. Blumenerde ist ideal geeignet. Sie können das Substrat pur verwenden oder zugunsten einer besseren Durchlässigkeit auflockern.

Dieses Material verbessert die Substratstruktur:

  • Tongranulat
  • Sand
  • Bimskies
  • Akadama

Zickzackstrauch im Topf

Eine Kultivierung der Sträucher erfolgt ausschließlich im Kübel, da die Pflanzen die Wintermonate im Freiland nicht überleben würden. Sie können die Pflanze als Bonsai in einer flachen Schale kultivieren.

Balkon

Zickzacksträucher können während der Sommermonate auf Balkon oder Terrasse gestellt werden. Sie mögen helle und warme Standorte, bevorzugen aber einen Platz außerhalb der prallen Sonne. Windige Verhältnisse bereiten den Pflanzen keine Probleme. Sie können die Pflanzen bereits im Frühjahr zur Blütezeit nach draußen stellen. Dann dienen die nektargefüllten Blüten als wertvolle Nahrungsquelle für Bienen und Insekten. Achten Sie darauf, dass die Temperaturen tagsüber nicht unter 15 Grad Celsius sinken. In kalten Nächten sollten Sie die Pflanze abends rein holen.

Vermehrung

Sie können Ihren Zickzackstrauch über Samen oder Stecklinge vermehren. Die Aussaat kann ganzjährig erfolgen, wobei Sie die Samen bevorzugt im Frühjahr oder Sommer aussäen sollten. Dann können Sie den Samen genügend Licht und Wärme bieten. Die Vermehrung über Stecklinge ist erfolgversprechender und einfacher. Ableger werden im Frühjahr geschnitten, sodass den Jungpflanzen genügend Zeit bleibt, um bis zum Wintereinbruch auszureifen und zu wachsen.
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Aussaat

Bevor Sie die Samen aussäen, müssen sie in lauwarmem Wasser vorquellen. Befüllen Sie einen Untersetzer mit Leitungswasser und lassen die Samen für 24 bis 48 Stunden darin ruhen. Füllen Sie ein Pflanzgefäß mit Aussaaterde, die mit Sand oder Perliten aufgelockert wird. Drücken Sie die Samen in das Substrat, wobei sie nicht tiefer als einen Zentimeter in der Erde sitzen sollten.

Stellen Sie den Pflanztopf an einen hellen und warmen Ort. Ideale Keimbedingungen finden die Samen bei Temperaturen zwischen 20 und 23 Grad Celsius vor. Halten Sie das Substrat gleichmäßig feucht. Dazu können Sie das Anzuchtgefäß mit einer durchsichtigen Folie überziehen. Lüften Sie die Folie täglich, da die Samen ansonsten schnell zur Schimmelbildung neigen. Die Vermehrung über Samen ist langwierig und nicht immer erfolgversprechend. Nicht alle Samen keimen zuverlässig.

Stecklinge

Schneiden Sie verholzte Triebe von der Pflanze. Die Stecklinge sollten zwischen zehn und 15 Zentimeter lang sein. Die untersten Blätter werden entfernt. Stecken Sie den Ableger in ein mit Anzuchterde gefülltes Pflanzgefäß und stellen Sie dieses an einen warmen und hellen Platz. Achten Sie darauf, dass das Substrat gleichmäßig feucht bleibt. Staunässe sollte vermieden werden, da ansonsten die Triebenden inklusive der frisch entwickelten Wurzeln verfaulen können.

Sobald sich die ersten frischen Blätter zeigen, können Sie die Jungpflanzen pikieren und jeweils eine Pflanze in ein größeres Pflanzgefäß setzen. Sie haben dann Wurzeln gebildet. Wenn Sie auf die richtige Pflege achten und die Pflanze im ersten Jahr nicht düngen, entwickelt sich der Ableger bald zu einem ästhetischen Strauch.

Zickzackstrauch richtig schneiden

Sie müssen den Zickzackstrauch nicht zwangsläufig schneiden. Wenn er aus seiner Form geraten ist und zu lange Äste entwickelt, die das Gesamtbild stören, können Sie diese Zweige jederzeit einkürzen. Die Pflanze ist gut schnittverträglich und bildet an den Schnittstellen neue Verzweigungen. Achten Sie bei Schnittmaßnahmen darauf, dass Sie nicht in das alte Holz zurückschneiden.

Bevor Sie den Strauch in sein Winterquartier bringen, empfiehlt sich ein Kürzen von langen Trieben. Dadurch beugen Sie Platzprobleme vor und der Strauch benötigt etwas weniger Energie. Wenn Sie Ihren Zickzackstrauch als Bonsai kultivieren möchten, sind Form- und Gestaltungsschnitte notwendig.
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Zickzackstrauch gießen

Die Zimmerpflanze mag ein konstant frisches Substrat. Achten Sie beim Gießen darauf, dass sich keine Staunässe bildet. Bevor Sie Gießen, sollte die obere Erdschicht abgetrocknet sein. Austrocknen darf der Wurzelballen nicht. Reduzieren Sie im Winter die Wassermenge, denn der Strauch benötigt in der Winterruhe weniger Wasser.

Zickzackstrauch richtig düngen

Ausgewachsene Pflanzen erfreuen sich während der Wachstumsphase zwischen Frühjahr und Herbst über eine regelmäßige Düngung, wobei die Blütezeit abgewartet werden sollte. Die Pflanze wirft häufig ihre Blüten ab, wenn sie während dieser Zeit mit Nährstoffen versorgt wird. Geben Sie Ihrer Pflanze alle zwei Wochen einen Blumendünger, nachdem die Blüten verwelkt sind. Zum Herbst reduzieren Sie die Nährstoffversorgung, damit die frischen Zweige verholzen und keine neuen Triebe gebildet werden. Jungpflanzen sollten im ersten Jahr nicht gedüngt werden.

Wie pflanze ich richtig um?

Jungpflanzen werden alle zwei bis drei Jahre umgetopft. Der ideale Zeitpunkt für diese Pflegemaßnahme ist das Frühjahr, nachdem die Blüten verwelkt sind. Ältere Exemplare werden nach Bedarf in ein größeres Pflanzgefäß gesetzt, sobald die Wurzeln aus dem Abzugsloch herauswachsen oder das Substrat stark durchwurzelt ist. Der neue Pflanztopf sollte etwa zwei Finger breit größer sein als das alte Gefäß.

Wenn Sie Ihren Zickzackstrauch als Bonsai kultivieren, sollten Sie den Strauch jährlich umtopfen. Bei dieser Maßnahme werden die Wurzeln eingekürzt, sodass ein Gleichgewicht zwischen Krone und Wurzelballen entsteht. Das Abschneiden der Wurzeln sorgt dafür, dass die Sträucher klein bleiben.

Krankheiten

Corokia cotoneaster erweist sich als robuster Strauch, der sehr selten von Krankheiten und Schädlingen betroffen ist. Schadbilder sind häufig auf Pflegefehler oder ungünstige Standortbedingungen zurückzuführen.

Winterhart

Zickzacksträucher sind nur bedingt winterhart. Sie können Minustemperaturen knapp unter dem Nullpunkt überstehen. In den meisten Fällen tragen die Pflanzen Schaden davon. Überwintern Sie Ihren Strauch daher im Haus.

Corokia cotoneaster benötigt ein kühles Überwinterungsquartier mit Temperaturen zwischen fünf und zehn Grad Celsius. Diese Kälteperiode ist wichtig, damit der Strauch in einen Ruhezustand verfällt. Der Stoffwechsel wird in dieser Phase zurückgefahren. Daher benötigen Zickzacksträucher im Winter nur wenig Wasser und keinen Dünger.

Werden die Gewächse unter hellen und warmen Bedingungen überwintert, entfällt die Winterruhe. Dadurch bleibt die Blüte im nächsten Jahr aus.
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Verliert Blätter

Im Herbst werfen die Sträucher ihre Blätter ab, da sie sich auf die bevorstehende Winterruhe vorbereiten. Wenn Ihr Zickzackstrauch während der Wachstumsphase plötzlich viele Blätter verliert, sollten Sie Pflegemaßnahmen und Standortbedingungen überprüfen.

Das kann zum Blattverlust führen:

  • direkte Sonneneinstrahlung
  • zu dunkler Standort
  • Staunässe
  • zu hohe Umgebungstemperaturen

An zu heißen Standorten steigt der Wasserbedarf der Pflanzen enorm an. Wenn die Sträucher ihren Flüssigkeitshaushalt nicht aufrecht erhalten können, werfen sie ihre Blätter ab. Ein hoher Wasserverlust kann sowohl bei direkter Sonneneinstrahlung als auch in zu warmen Räumen auftreten. Stellen Sie den Kübel im Sommer auf Balkon oder Terrasse und achten Sie auf einen halbschattigen Standort. Die Temperatur sollte während der Vegetationsperiode bei etwa 15 Grad Celsius liegen.
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Zickzackstrauch blüht nicht

Wenn der Zickzackstrauch keine Blüten entwickelt, kann das an einer zu warmen Überwinterung liegen. Die Pflanzen benötigen während der Wintermonate einen kühlen Standort, da sie ansonsten nicht in die Winterruhe gehen. Sie ist notwendig, damit sich die Blüten im nächsten Frühjahr öffnen.

Ein ungeeigneter Standort kann ebenfalls dazu führen, dass die Blütenpracht ausbleibt. Achten Sie darauf, dass der Zickzackstrauch einen halbschattigen Standort bekommt und überprüfen Sie die Pflege.

Tipps

Um außergewöhnliche Arrangements im Kübel zu erschaffen, sollten Sie auf mindestens drei verschiedene Pflanzen mit deutlich voneinander unterscheidbaren Farbnuancen oder interessanten Wuchsformen zurückgreifen. Kontraste und Formenvariabilität sorgen dafür, dass die Gestaltung interessant erscheint. Der Zickzackstrauch passt perfekt zu Silberblatt (Senecio bicolor) und Texasgras (Calocephalus brownii).

Sorten

  • Corokia buddleoides: Baumförmiger Wuchs. Saftig grüne Blätter, unterseits samtig behaart. Gelbe Blüten.
  • Corokia x vircata: Kreuzung zwischen Corokia cotoneaster und Corokia buddleoides. Rinde schwarz. Kleine Blätter, die an das Laub von Corokia buddleoides erinnern.
  • Maori(R) Bonsai Green: Kompakter Wuchs, wird zwischen 40 und 60 Zentimeter hoch.
  • Maori(R) Silver: Zweige silberfarben. Frosthart bis -12 Grad Celsius.

Text: Christine Riel Artikelbild: Glimpse of Sweden/Shutterstock

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