Das Lampenputzergras vertrocknet – kann ich es noch retten?

Das hübsche Halbkugeln bildende Lampenputzergras (Pennisetum) gehört zur Familie der Süßgräser. Ausgesprochen pflegeleicht und robust eignet es sich als attraktive Begleitpflanze für Blumenbeete und setzt durch die wie kleine Bürsten wirkenden Scheinähren reizvolle Akzente. Verdorren die Blätter, so kann das verschiedene Ursachen haben, denen wir in diesem Artikel auf den Grund gehen möchten.

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Sowohl zu viel als auch zu wenig Wasser führt zum "Vertrocknen" der Halme

Die Halme scheinen im Winter zu vertrocknen

Im Sommer kräftig grün verfärben sich die Blätter von Pennisetum im Herbst goldgelb und trocknen während der Wintermonate ein. Dies ist normal, denn die abgestorbenen Teile schützen die Pflanze auf natürliche Weise vor Eis und Schnee.

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Schneiden Sie das Lampenputzergras deshalb nie im Herbst, sondern erst im Frühjahr vor dem Neuaustrieb zurück. Zu Beginn der kalten Jahreszeit wird das Laub einfach zusammengebunden.

Lösen Sie im Frühling den Schopf und kürzen Sie alle Halme etwa eine Handbreit über dem Boden ein. Dies fördert den Austrieb und Sie können sich schon bald wieder an einem prächtig gedeihenden Ziergras erfreuen.

Trockene Halme und braune Blattspitzen

Zeigen sich diese Symptome während der Wachstumsperiode, sind meist Pflegefehler die Ursache:

  • Das Lampenputzergras steht zu trocken.
  • Staunässe hat zu Wurzelfäule geführt.
  • Die Pflanze leidet unter Nährstoffmangel.

Abhilfe

Wassermangel

Verfärben sich die Blattspitzen und Halme braun, sind dies meist Trockenheitsschäden. Insbesondere Jungpflanzen benötigen während der Sommermonate regelmäßige Wassergaben, denn der Wurzelballen darf niemals ganz austrocknen.

Das Ziergras ist zwar robust, benötigt jedoch genau die richtige Menge Wasser. Gießen sollten Sie immer dann, wenn sich die obere Bodenschicht trocken anfühlt. Das kann während Hitzeperioden sogar zweimal täglich, morgens und abends, notwendig sein.

Wurzelfäule

Ist der Boden stark verdichtet oder kann das Wasser schlecht ablaufen, hat die Pflanze dauerhaft nasse Füße. Pennisetum neigt dann zu Wurzelfäule. Die geschädigten Speicherorgane können ihre Aufgabe nicht mehr erfüllen und das Lampenputzergras verdurstet.

Magern Sie lehmige Böden deshalb schon bei der Pflanzung mit viel Sand ab. Sinnvoll ist zudem eine Dränageschicht, die für guten Wasserablauf sorgt.

Nährstoffmangel

Das staudenähnliche Pennisetum benötigt ausreichend Nährstoffe, um kräftig zu gedeihen. Fehlen diese, verfärben sich die Blätter oder trocknen ein.

Vermengen Sie das Substrat bei der Pflanzung mit etwas Kompost. Zusätzlich hat es sich bewährt, einmal jährlich mit länger wirksamem Staudendünger oder, entsprechend der Packungsanweisung, mit Grünpflanzendünger nachzudüngen.

Tipps

Optimal gepflegt wächst das Lampenputzergras schnell. Bereits im ersten Jahr nach dem Setzen kann es sich verdoppeln. Geben Sie ihm deshalb genügend Platz, damit es zur schönen Halbkugel heranwächst und viele Blüten ausbildet.

Text: Michaela Kaiser
Artikelbild: mafergonzalezphoto/Shutterstock

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