Was tun bei vertrocknetem Zebragras?

Der Anblick der zarten Streifen auf den grünen Halmen des Zebragrases verführt mit etwas Fantasie ins ferne Asien. Dank ihres exotischen Aussehens ist die chinesische Pflanze eines der beliebtesten Süßgräser in deutschen Gärten. Besonders ärgerlich ist es dagegen, wenn die langen Halme plötzlich vertrocknen. Zu viel Sonne? Wohl kaum, denn Zebragras liebt helle, warme Standorte. Oft stecken ganz andere Pflegefehler dahinter.

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Sieht das Zebragras vertrocknet aus, stecken vermutlich Pflegefehler dahinter

Ursachen

  • natürlicher Laubabwurf
  • falsches Substrat
  • falsches Gießverhalten

Der natürliche Laubabwurf

Im Herbst zieht sich das Zebragras allmählich in die Winterruhe zurück. Um Reserven zu sparen, wirft es dabei sein Laub ab. Wie bei vielen Pflanzen trocknet dieses vor dem Prozess. In diesem Fall besteht kein Grund zur Sorge, im kommenden Frühjahr treibt die Pflanze erneut aus.

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Bodenansprüche

Zebragras benötigt feuchte Böden mit vielen Nährstoffen. Andernfalls vertrocknen die Halme schnell. Andererseits darf sich auch keine Staunässe bilden. Auf diesen Pflegefehler sollten Sie vor allem bei der Kübelhaltung achten. Gewöhnlicher Weise müssen Sie dem Substrat keinen Dünger zufügen. Bei trockenen Halmen ist es jedoch einen Versuch wert. Greifen Sie in diesem Fall zu organischen Mitteln wie Kompost. Fertigdünger mit hohem Salzgehalt schadet der Pflanze zusätzlich.

Gießverhalten

Wie bereits erwähnt darf sich keine Staunässe um den Wurzelballen bilden. Ansonsten beginnen die Wurzeln zu faulen, die Pflanze stirbt ab. Vertrocknete Blätter sind dann ein ernst zunehmendes Warnsignal. Andererseits benötigt das Zebragras jedoch sehr viel Wasser. An heißen Sommertagen sollten Sie es möglichst zweimal gießen. Dafür empfehlen sich die Morgenstunden sowie die Mittagszeit, damit das Wasser bis zum Einbruch der Dunkelheit verdunsten kann. Um Staunässe zu vermeiden, warten Sie mit der nächsten Wassergabe, bis das Substrat angetrocknet ist.

Krankheiten oder Schädlinge?

Bei trockenen Halmen fällt der erste Verdacht häufig auf einen Krankheitsbefall. Das Zebragras hat allerdings kaum natürliche Fressfeinde und ist auch gegen Krankheiten sehr robust. Weiterhin können Sie sich darauf verlassen, dass es frostigen Temperaturen bis -20°C stand hält.

Text: Gartenjournal.net
Artikelbild: Martin Ganner/Shutterstock

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