Das Zebragras im Garten richtig schneiden

Das dekorative Zebragras (Miscanthus) wird manchmal auch als Tigergras bezeichnet und wird wie andere Schilfarten gerne als Kontrast zu den Blüten im Rosenbeet mit Stauden eingesetzt. Damit sich dieses Süßgras optimal entwickeln kann, sind einige Grundregeln in Bezug auf den Standort und den Schnitt zu beachten.

Zebragras Rückschnitt
Zebragras kann bis zu anderthalb Meter groß werden

Der Rückschnitt ist bei dieser Pflanze durchaus wichtig

Während einige Pflanzen im Garten durchaus auch ohne pflegenden und formenden Schnitt eine gute Figur machen können, ist der jährliche Schnitt beim Zebragras unbedingt einzuplanen. Schließlich sterben die oberirdischen Teile dieser an sich winterharten Pflanze über den Winter ab und sehen dann im Frühjahr nicht mehr unbedingt ästhetisch aus. Alte, vertrocknete Halme stören außerdem den Neuaustrieb beim Zebragras, indem sie das Sonnenlicht von den neuen Trieben abschirmen. Abgesehen davon hat der Schnitt bei dieser Pflanze aber im Gegensatz zu manchen Sträuchern keinen besonders stimulierenden Effekt auf das Wachstum, da es sich bei den zu entfernenden Pflanzenteilen um ohnehin bereits vertrocknete, abgestorbene Halme und Blätter handelt.

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Das Zebragras nicht zu früh schneiden

Gar nicht so wenige Hobbygärtner machen den Fehler, dass sie das Zebragras bereits im Spätherbst oder zu Winterbeginn in Bodennähe abschneiden, um so den Garten vor dem Winter aufzuräumen. Das ist aber fatal, weil das trockene Laub oberhalb des Wurzelballens:

  • überschüssige Feuchtigkeit abhält
  • einen gewissen Schutz vor der Winterkälte bietet
  • vielen Tieren (insbesondere Insekten) einen winterlichen Lebensraum oder Nistmaterial bietet

Das Zebragras sollte daher erst im Frühjahr knapp über dem Boden mit einer scharfen Gartenschere abgeschnitten werden. Der beste Zeitpunkt hierfür ist dann, wenn sich erste grüne Neuaustriebe an der Pflanzenbasis zeigen.

Der späte und etwas mühevollere Rückschnitt beim Zebragras

Das Zebragras sollte zwar nicht zu früh geschnitten werden, Sie sollten den idealen Zeitpunkt für den Rückschnitt aber auch nicht versäumen. Sind die neuen, grünen Austriebe bereits in die Höhe und in das abgestorbene Material des Vorjahres hineingewachsen, so kann es notwendig sein, die toten Halme mühsam einzeln herauszuschneiden, um so den Neuaustrieb nicht zu verletzen.

Das Zebragras gut durch den Winter bekommen

Aus ästhetischen und praktischen Gründen sollten die trockenen Halme von Zebragras im Herbst horstweise mit einem Stück Schnur zusammengebunden werden. So werden diese vom Schnee nicht auseinandergedrückt und geben optisch ein wesentlich dekorativeres Bild ab. Während Exemplare im Gartenbeet in der Regel ohne weiteren Schutz durch den Winter kommen, sollten getopfte Exemplare auf dem Balkon mitunter mit etwas Luftpolsterfolie oder anderen Schutzmaterialien vor der ärgsten Winterkälte geschützt werden.

Tipps

Das Größenwachtsum pendelt sich beim Zebragras nach einigen Jahren am selben Standort von selbst irgendwann bei einer Maximalhöhe von etwa 1,60 Meter ein. Für die seitliche Begrenzung der Ausbreitung dieser wuchsfreudigen Schilfart kommt grundsätzlich die Anbringung einer Rhizomsperre im Boden in Betracht. Ansonsten ist es aber auch möglich, im Frühjahr seitliche Auswüchse des Zebragras-Horsts ganz einfach mit einem scharfen Spaten abzustechen und an einer anderen Stelle wieder einzupflanzen. So lassen sich über einige Jahre hinweg auch ganze Hecken bzw. Sichtschutzwände aus Zebragras anpflanzen.

Text: Alexander Hallsteiner
Artikelbild: David OBrien/Shutterstock

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