Das Zauberglöckchen überwintern – ist das möglich?

Das Zauberglöckchen wird aufgrund seiner Ähnlichkeit zur Petunie oft auch als „Mini-Petunie“ bezeichnet, dabei handelt es sich trotz der tatsächlichen Verwandtschaft zu den Petunien um eine eigene Pflanzengattung mit dem Namen Calibrachoa. Die im Freiland nicht winterharten Calibrachoa-Arten werden wegen ihres Blütenreichtums nicht nur im englischen Sprachraum auch als „Millionbells“ bezeichnet.

Zauberglöckchen im Winter
Das Zauberglöckchen muss im Warmen überwintert werden

Eine einjährige Balkonblume mit Potenzial

Das Zauberglöckchen wächst im Frühjahr schnell zu einem stattlichen Blütenregen im Gartenbeet oder im Balkonkasten heran, wenn es genügend Sonnenlicht, Wasser und Nährstoffe erhält. Da es sehr frostempfindlich ist, dürfen Jungpflanzen oder nachgezogene Stecklinge erst nach den Eisheiligen ohne Schutz in das Freiland umgepflanzt werden. Es ist auch relativ leicht, nach der Blüte die Samen aus den langsam braun werdenden Samenkapseln zu ernten und aus diesen im Frühjahr neue Pflanzen zu ziehen.

Wichtige Faktoren für Überwinterungs-Versuche

Unter bestimmten Bedingungen ist es möglich, Exemplare des Zauberglöckchens über den Winter in die nächste Gartensaison zu retten:

  • bei Temperaturen um etwa 14 Grad Celsius
  • in einem hellen Raum (beispielsweise einem Wintergarten)
  • eingekürzt auf eine Trieblänge von etwa 10 Zentimetern
  • sparsam, aber regelmäßig gegossen

Tipps

Nach dem erfolgreichen Überwintern an einem geschützten Ort sollten Sie Ihre Zauberglöckchen zunächst langsam an höhere Temperaturen und die direkte Sonneneinstrahlung gewöhnen, bevor Sie diese im Mai wieder in das Freiland auspflanzen.

Text: Alexander Hallsteiner

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