Wie tief gräbt ein Maulwurf?

Maulwürfe graben sehr schnell und weit. Maulwurfsgänge können bis zu 200m lang sein. Aber wie tief sind die Gänge? Das ist abhängig von der Jahreszeit! Erfahren Sie im Folgenden, wie tief und schnell ein Maulwurf gräbt und warum das je nach Jahreszeit variiert.

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Ein Maulwurfsbau hat mehrere Kammern in unterschiedlichen Tiefen

Der Maulwurfsbau

Maulwürfe sind sehr fleißig und erstaunlich schnell. Sie graben pro Stunde 5 bis 15 Meter! Allerdings verlaufen die Gänge nicht linear, sondern sind oft kreisförmig angelegt und überschneiden sich. Meist verlaufen die Gänge leicht schräg nach unten und führen in Vorratskammern oder in die Wohn- bzw. Brutkammer. In einem Maulwurfsbau gibt es mehrere Vorratskammern, eine Wasserstelle und eine Wohn- und Nistkammer, die mit Moos, Gras und anderen weichen Materialien ausgelegt ist. Jeder Gang hat seinen Sinn: Es gibt einen Hauptzugang, einen Notausgang, Belüftungsgänge, Jagdgänge und einfache Laufgänge. Seinen Bau bewohnt der Maulwurf allein.

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Wie tief gräbt der Maulwurf im Sommer?

Im Sommer gräbt der Maulwurf relativ nah unter der Oberfläche: Die meisten Gänge liegen nur 10 bis zu 40cm tief. Während die Vorratskammern auch etwa in dieser Tiefe liegen, befindet sich die Wohnkammer in einer Tiefe von 50 bis 100cm.

Wie tief gräbt der Maulwurf im Winter?

Maulwürfe halten keinen Winterschlaf. Das heißt, sie gehen auch im Winter auf Nahrungssuche. Zwar legen sie sich einen kleinen Vorrat an lebenden Würmern an, Nachschub brauchen sie trotzdem ab und an, denn Maulwürfe fressen pro Tag das Gewicht ihres eigenen Körpergewichts. Da im Winter höhere Erdschichten gefroren sind und sich auch Würmer und Insekten in tiefere Schichten zurückziehen, gräbt der Maulwurf im Winter tiefer, und zwar 50 bis 100cm tief, in besonders harten Wintern auch bis zu 1,5m.

Tipps

Sie haben im Winter einen Maulwurf gefunden? Mit ziemlicher Sicherheit braucht das unterkühlte Tier Hilfe. Wärmen Sie aus auf, bieten Sie ihm anschließend (!) Futter und Wasser an und bringen Sie es zum Tierarzt.

Text: Sara Müller
Artikelbild: Kazakova Maryia/Shutterstock

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