Die Samen der Wicke

Die Wicke mit ihrer strahlenden Farbenpracht, die von verschiedenen Blautönen über purpurrot bis hin zu weiß reicht, ist eine typische Bauerngartenpflanze. Rankend erklimmt sie Höhen von bis zu zwei Metern und begrünt innerhalb kürzester Zeit kahle Mauern und Zäune. Die meisten Wicken gedeihen einjährig und lassen sich aus selbst gesammelten oder im Handel erworbenen Samen problemlos heranziehen.

Wicke vermehren
Die Samen der Wicke sollten erst geerntet werden, wenn sie richtig reif sind

Früchte und Samen

Aus den wunderschönen Schmetterlingsblüten bildet die Wicke Hülsenfrüchte, die sich im Zuge der Reifung an der Rücken- und Bauchnaht öffnen. In jeder Schote befinden sich etwa acht Samenkörner, die ungeflügelt sind.

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Samen selbst ernten

Kultivieren Sie Wicken in Ihrem Garten, können Sie die Samenkörner im Herbst selbst sammeln und im folgenden Frühjahr aussäen. Wichtig ist es, dass das Saatgut vollreif geerntet wird. Die Schote muss sich bereits durch leichten Druck öffnen lassen und die Körner freigeben.

Samen trocknen und aufbewahren

Lassen Sie das Saatgut einige Tage auf Küchenkrepp trocknen, damit es nicht zu faulen oder schimmeln beginnt. Im Anschluss verwahren Sie dieses bis zur nächsten Gartensaison in kleinen Papiertüten. Beschriften nicht vergessen, damit Sie die Wickensamen nicht mit den Samen anderer Pflanzen verwechseln.

Wicken säen

Im Frühjahr können Sie die robusten Wicken direkt an dem geplanten Standort im Garten aussähen. In feuchten Regionen oder in Gegenden, in denen Spätfröste drohen, sollten Sie die Wicken im Haus vorziehen:

  • Die harten Samenkörner über Nacht in lauwarmem Wasser vorquellen lassen.
  • Samen einzeln mit einem Abstand von einigen Zentimetern in mit Anzuchterde gefüllte Aussaatschalen geben.
  • Wicken sind Dunkelkeimer. Aus diesem Grund das Saatgut mit Erde bedecken. Eine Schicht von ein bis zwei Zentimeter genügt.
  • Mit einem Sprühgerät (21,99€ bei Amazon*) befeuchten und an einem hellen, aber nicht vollsonnigen, Ort bei Temperaturen von etwa 15 Grad zum keimen bringen.

Nach den Eisheiligen können Sie die Wicken direkt an den späteren Platz im Blumenbeet pflanzen.

Samen kosten die Pflanze viel Kraft

Während des Sommers sollten Sie Verblühtes regelmäßig entfernen, damit die Wicke reichlich blüht und nicht alle Kraft in die Samenbildung steckt. Außerdem versamen sich Wicken sehr stark und könnten dann sogar zur Plage werden.

Text: Sabine Kerschbaumer

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