Wasserfall-Wand selber bauen – Welche Möglichkeiten gibt es?

Wasserfälle gibt es auch in der Natur in zahllosen Variationen. Vom sanft einem Hügel hinab plätscherndem bis hin in tiefste Tiefen stürzende Wassermassen sind hier die unterschiedlichsten Formen vertreten. Diese Vielfalt gilt natürlich auch für den heimischen Garten, denn neben Naturstein-, Beton- und Folienwasserfällen schaffen auch Wasserfall-Wände spannende Höhepunkte im Garten.

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Der Wasserfall kann zum Beispiel an einer Steinmauer hinablaufen

Verschiedene Möglichkeiten eines Wand-Wasserfalls

Bei einer solchen Wand fließt das Wasser entweder direkt an der Oberfläche hinab oder dicht davor, wobei es viele unterschiedliche Varianten sowohl für den Indoor- als auch den Outdoorbereich gibt. Dabei muss das kühle Nass nicht donnernd hinabstürzen, sondern kann auch ganz langsam und gleichmäßig dahin fließen – die Stärke des Falles wird schließlich im wesentlichen von der Tauchpumpe sowie der vorhandenen Wassermenge geregelt. Ein Auffangbecken unterhalb der Wand ist dabei sinnvoll, schließlich wird hier auch die Pumpe installiert, die das Wasser in einem steten Kreislauf immer wieder nach oben befördert. Die Wand wiederum kann aus sehr unterschiedlichen Materialien bestehen:

  • Edelstahl: insbesondere verzinkter Edelstahl bietet einen guten Korrosionsschutz und sieht elegant aus
  • Steinmauer: gemörtelte oder trocken aufgeschichtete Mauer aus Natur- oder Kunststeinen
  • Beton: eine schlichte Betonwand passt wunderbar in ein modernistisch angehauchtes Gartenensemble
  • Gabionenwand: einfache, aber dennoch effektvolle Variation einer Steinmauer

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Wenn Sie spezielle Lichteffekte wünschen – etwa, um den Wasserfall bei der abendlichen Grillparty ins rechte Licht zu rücken – so leisten wasserfeste LED-Lichter in weißen oder auch farbigen Tönen gute Dienste.

So bauen Sie einen einfachen Gabionen-Wasserfall – eine Anleitung

Eine Gabionen-Wasserfallwand ist vergleichsweise unkompliziert zu bauen. Hierzu benötigen Sie ein Wasserbecken, an dessen Rand Sie die Gabionenkörbe in der gewünschten Breite und Höhe aufstellen, miteinander verbinden und mit Steinen oder Schotter unterschiedlicher Größe befüllen. Dabei sollten die Brocken jedoch so groß sein, dass sie im Korb verbleiben und nicht einfach durch die Lücken im Draht hindurchfallen. Oberhalb des Gabionenkorbes können Sie eine Rinne oder ein Rohr anbringen, welche in regelmäßigen Abständen durchbohrt wurde. Hierher verlegen Sie den an die Pumpe angeschlossenen Schlauch, so dass das Wasser durch die Bohrungen hindurch nach unten abfließt. Natürlich sind hier auch andere Lösungen denkbar.

Tipps

Wenn Sie zwischen den Steinen noch an den Rändern der Gabione Erde mit einfüllen, können Sie diese zum Bepflanzen nutzen und die Wasserfall-Mauer so begrünen.

Text: Ines Jachomowski
Artikelbild: Thapakorn Phadurgoon/Shutterstock

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