walnussbaum-steckbrief
Walnussbäume werden 10 bis 30 Meter hoch

Walnussbaum-Steckbrief – die Merkmale im Überblick

Wie lautet der botanische Name der Walnuss? Wie viele Arten gibt es? Wie alt kann eine Walnuss werden? Diese und andere Fragen klären wir in diesem Beitrag, der neben dem stichpunktartigen Steckbrief zum Walnussbaum auch spezifische Beschreibungen einiger Besonderheiten umfasst.

Steckbrief der Walnuss

  • Name: Walnuss oder Walnussbaum
  • Botanischer Name: Juglans regia
  • Familie: Walnussgewächse (lat. Juglandaceae)
  • Baumart: Laubbaum
  • Verwendung: Gartenbaum, Parkbaum
  • Arten: circa 60
  • Verbreitung: weltweit, vor allem Mitteleuropa, aber auch Rest Europas, Asien, Amerika
  • Höhe: 10 bis 30 Meter
  • Blatt: wechselständig unpaarig gefiedert 7 bis 9 länglich eiförmige Einzelblätter, bis zu 12 cm lang, glatter Blattrand, dunkelgrün, gelb-orange Herbstfärbung, im Spätsommer fühlt sich das Blatt wie Leder an, würziger Duft (Geruch vertreibt Mücken und Fliegen)
  • Häusigkeit: einhäusig, getrenntgeschlechtig
  • Blüten: grünlich gefärbt, männliche Blüten treiben mit den Blättern aus, hängen in dicken Kätzchen, weibliche Blüten kommen 3 bis 4 Wochen später, Blütezeit von April bis Juni, Bestäubung durch Wind
  • Frucht: Nuss ist von grüner Fruchthülle umgeben; Reifezeit September bis Oktober
  • Zweige: oliv-braun, dick, mit deutlichen Blattnarben, braune Knospen
  • Rinde: grau, später borkig schwarz, rissig, profilreich
  • Holz: hart, edel, teuer
  • Wurzel: Tiefwurzler
  • Standort: sonnig bis halbschattig
  • Boden: sandig-lehmig bis lehmig
  • pH-Wert: schwach sauer bis alkalisch
  • Alter: bis zu 150 Jahre, zum Teil über 200 Jahre

Spezielle Fakten zum Walnussbaum

Bekannt ist, dass die schmackhaften Früchte des Walnussbaums inzwischen seit mehr als 10.000 Jahren für den Menschen Bedeutung als Nahrungsmittel haben.

Der Fettanteil der Nüsse liegt bei über 50 Prozent. Dadurch sind sie ein ausgezeichneter Energielieferant. Grundsätzlich gelten Walnüsse als sehr gesund: So helfen sie etwa bei Blutarmut. Zudem unterstützen sie die Wundheilung und reduzieren bei Durchfall den Wasserverlust.

Walnüsse enthalten Eisen, Zink, Kalium und a-Linolensäure. Die Letztgenannte ist eine wichtige Omega-3-Fettsäure für den Organismus des Menschen.

Heutzutage hat der Walnussbaum die Rolle eines Nutzbaums inne. Aus diesem Grund finden sich Walnüsse mittlerweile in allen moderaten Klimazonen der Nordhalbkugel. Seltener trifft man Walnüsse als Wildbäume an.

Neben den Früchten hat auch das Holz der Walnuss wirtschaftliche Bedeutung. Wegen seiner außergewöhnlichen Farbe und der ästhetisch ansprechenden Maserung fungiert Walnussholz als kostbares und entsprechend teures Edelholz.

Walnuss als Heilpflanze beliebt

Ein interessanter Fakt ist weiterhin die ausgeprägte Popularität des Walnussbaums als Heilpflanze in der Naturheilkunde.

Häufig kommen die Nüsse sowie die Fruchtschalen und Blätter in der Volksmedizin zum Einsatz. Dort dienen sie zur Herstellung entzündungshemmender und antibakterieller Präparate.

Die Blätter der Walnuss werden innerlich und äußerlich angewendet, beispielsweise als Walnussblättertee zum Trinken oder in Form von Umschlägen für die Haut. Sie sollen entzündungshemmend und schmerzstillend wirken. Auch bei Ekzemen, Akne sowie Pilzerkrankungen wird den Blättern ein positiver Effekt nachgesagt.

Hinsichtlich der inneren Anwendung (Walnussblättertee) ist jedoch Vorsicht geboten: Im Falle eines sensiblen, empfindlichen Magens drohen unangenehme Symptome wie Übelkeit und Durchfall. Grundsätzlich ist die Walnuss allerdings nicht giftig für den Menschen.

Text: Gartenjournal.net Artikelbild: Moskwa/Shutterstock

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