Walnüsse waschen: So sollten Sie die geernteten Nüsse säubern

Walnüsse sind nicht nur lecker, sie sind durch die rund 90 enthaltenen Nährstoffe auch ausgesprochen gesund. Haben Sie einen eigenen Walnussbaum, können Sie von Mitte September die reifen Nüsse sammeln. Gereinigt, gut getrocknet und richtig gelagert halten sie sich viele Monate.

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Walnüsse sollten nicht zu nass gemacht werden

Walnüsse ernten

Lassen Sie die Nüsse so lange wie möglich am Baum und schlagen Sie diese nicht herunter. Nur so ist sichergestellt, dass die Walnüsse ausgereift sind, was Sie am Aufplatzen der weichen Außenhülle erkennen. Erst dann hat sich der volle Geschmack ausgebildet.

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Sammeln Sie die herabgefallenen Nüsse regelmäßig auf, damit sie nicht zu schimmeln oder faulen beginnen. Auch Nüsse, die von der Walnussfruchtfliege und anderen Schädlingen befallen sind, sollten Sie auflesen und zum Schutz vor Neubefall, im Hausmüll entsorgen.

Fruchtschalen entfernen

Zunächst müssen Sie die weichen Fruchtschalen ablösen. Da diese stark färbende Gerbstoffe enthalten, tragen Sie bei dieser Arbeit unbedingt Handschuhe und alte Kleidung oder eine Schürze.

  • Schälen Sie mit den Händen die Außenhaut ab.
  • Entfernen Sie anhaftende Schalenreste im Anschluss mit einer harten Bürste.

Walnüsse waschen – oder doch nicht?

Diese Frage beschäftigt Nussfans seit vielen Jahren. Für das Waschen spricht, dass Verschmutzungen beim Trocknen regelrecht in das Holz der Nuss eintrocknen und sich dann nicht mehr beseitigen lassen.

Andererseits kann die feuchte Behandlung zu Schimmelbildung führen. Viele Walnüsse weißen kleine Ritzen und Risse in der Nusshülle auf, durch die Wasser ins Innere eindringen kann. In der Folge verdirbt der Kern und die Nuss muss weggeworfen werden.

Möchten Sie die Walnüsse waschen, gehen Sie folgendermaßen vor:

  1. Säubern Sie die Nüsse nur ganz kurz mit einem scharfen Wasserstrahl.
  2. Lassen Sie alles sehr gründlich abtropfen.
  3. Breiten Sie die Walnüsse direkt im Anschluss zum Trocknen aus.

Walnüsse trocknen

Die einfachste Methode, Walnüsse ohne Qualitätsverlust zu lagern, ist die Trocknung. Gehen Sie hierbei folgendermaßen vor:

  • Trocknen Sie die Nüsse im Haus bei Zimmertemperatur. Der Backofen oder Dörrautomat ist nicht so gut geeignet, da das Nussfett bei höheren Temperaturen schnell ranzig wird.
  • Breiten Sie die Walnüsse auf großen Rosten, in alten Obstkisten oder auf Zeitungspapier aus.
  • Achten Sie dabei darauf, dass sich die Schalen nicht berühren.
  • Wenden Sie die Nüsse möglichst alle zwei Tage. Dies beugt Schimmelbildung vor und sorgt für gleichmäßige Trocknung.
  • Kontrollieren Sie die Walnussernte regelmäßig und entsorgen Sie Nüsse, deren Schale sich geöffnet hat.
  • Bis die Walnüsse ganz trocken sind, dauert es vier bis sechs Wochen.

Durchgetrocknete Walnüsse erkennen Sie an folgenden Merkmalen:

  • Öffnen Sie die Nüsse mit einem Nussknacker, brechen Sie mit lautem Knacken auf. – Der Walnusskern ist leicht brüchig und liegt von außen trocken in der Schale.
  • Ist seine Konsistenz eher weich und erinnert an Gummi, müssen die Nüsse noch einige Zeit weiter trocknen.

Tipps

Zur Lagerung füllen Sie die Walnüsse in ein Zwiebelnetz oder einen Kartoffelsack und hängen alles an einem luftigen, trockenen und kühlen Ort auf. Hier halten sich die Nüsse bis zu zwei Jahre.

Text: Michaela Kaiser
Artikelbild: Ireshetnikov54/Shutterstock

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