Vergissmeinnicht ist essbar

Das hübsche Vergissmeinnicht, das im Garten, im Wald oder an Teichrändern wächst, ist nicht giftig. Das blühende Kraut ist essbar und findet in der Frühlingsküche Verwendung. Worauf Sie achten müssen, wenn Sie Vergissmeinnicht essen möchten.

Vergissmeinnicht essen
Vergissmeinnicht kann als essbare Dekoration verwendet werden

Vergissmeinnicht enthält kaum Giftstoffe

Vergissmeinnicht enthält einige Stoffe, die in hoher Konzentration unbekömmlich sind. Der Anteil in der Frühlingsstaude ist jedoch so niedrig, dass sie keine Vergiftungen hervorrufen, solange die Pflanze nicht im Übermaß genossen wird:

  • Gerbsäure
  • Alkaloide
  • Kalium

Vergissmeinnicht ist der ideale Frühlingsblüher für Gärten und Balkone, die von Kindern und Haustieren genutzt werden.

Vergissmeinnicht in der Küche verwenden

  • Suppen
  • Salate
  • essbare Dekoration

Zum Essen in der Küche werden die blauen Blüten verwendet. Zupfen Sie sie vom Kraut ab und spülen sie anschließend vorsichtig mit klarem Wasser. Das ist vor allem dann ratsam, wenn Sie die Pflanzen in der freien Natur geerntet haben.

Vergissmeinnicht-Blüten haben einen sehr geringen Eigengeschmack. Als Würzmittel sind sie nicht geeignet, wohl aber als essbare Dekoration auf Suppen, Salaten und Gemüseplatten. Sie werden auch gern mit anderen Pflanzen zu Blütensalaten verarbeitet.

Vergissmeinnicht als Heilpflanze

Vergissmeinnicht zählt zwar auch zu den Heilpflanzen, wird aber wegen der schwachen Wirkung nicht häufig eingesetzt. Aus Vergissmeinnicht zubereiteter Tee soll eine beruhigende und entzündungshemmende Wirkung haben.

Wann ist die beste Zeit zum Sammeln?

Vergissmeinnicht wird während der Blütezeit von April bis Juni gesammelt, und zwar das blühende Kraut.

Pflücken Sie Vergissmeinnicht nur an Stellen, an denen Sie sicher sein können, dass sie nicht mit Pflanzenschutzmitteln in Berührung gekommen sind. Auch an Straßen und viel begangenen Hundewegen sollten Sie auf die Blüten besser verzichten.

Vergissmeinnicht zum Essen selber ziehen

Möchten Sie Vergissmeinnicht selbst im Topf oder Garten pflanzen, um die Blüten zu essen, verwenden Sie ausschließlich Gartenerde, die nicht gedüngt ist.

Vergissmeinnicht ist anfällig gegen Echten Mehltau. Befallene Pflanzen sind nicht essbar und müssen entsorgt werden.

Tipps

In der Gärtnerei gekaufte Vergissmeinnichtpflanzen sind zwar nicht giftig aber dennoch nicht zum Essen geeignet. Die Pflanzerde ist hier zu stark mit Dünger belastet. Häufig wurden die Pflanzen außerdem mit Schädlingsbekämpfungsmitteln behandelt.

Text: Sigrid Hestermann

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