Ist die Traubenkirsche essbar oder giftig?

Wer die Früchte der Traubenkirsche zum ersten Mal erblickt, der wird sie vermutlich als giftig betiteln und den Vögeln als Nahrungsquelle überlassen. Doch sind sie tatsächlich giftig? Und wie sieht es mit den anderen Pflanzenteilen aus?

Traubenkirsche giftig

Rinde, Holz, Blüten, Blätter und Samen sind giftig

Die Traubenkirsche ist zum Teil giftig. Vor allem ihre Rinde und ihre Samen enthalten hohe Dosen an cyanogenen Glycosiden. Dazu gehören unter anderen Amygdalin und Purasin. Diese zersetzen sich zu Bittermandelöl und Blausäure. Beide Stoffe gelten als giftig für Mensch und Tier.

Ebenso giftig sind das Holz , die Blätter und die Blüten der Traubenkirsche. Einzig die Gespinstmotte lässt sich davon nicht beeindrucken…

Doch die Traubenkirsche ist fair: Ihre giftigen Pflanzenteile riechen stark und unangenehm faulig und essigartig. Sie verleiten weniger zum Verzehr. Aus diesem Grund, ist eine Vergiftung mit diesen Pflanzenteilen eher unwahrscheinlich. Zudem schmecken sie äußerst bitter, was dem Geschmackssinn ein Warnsignal geben sollte.

Das Fruchtfleisch ist essbar

Hingegen ist das Fruchtfleisch der Traubenkirsche essbar. Es lohnt sich, das Fruchtfleisch einmal zu probieren. Nicht unbedingt roh, da es im Rohzustand keine geschmackliche Delikatesse darstellt. Doch im verarbeiteten Zustand kann es munden. Die Früchte eignen sich z. B. für:

  • Säfte
  • Likör
  • Marmelade
  • Gelee
  • zum Färben von Wolle

Die Früchte reifen ab Juli aus und können bis September geerntet werden. Sie sind klein, kugelrund, glänzend und schwarz gefärbt. Der enthaltene giftige Samen ist groß und die Wahrscheinlichkeit ihn Ausversehen zu verschlucken gering.

Tipps & Tricks

Das Fruchtfleisch der Früchte der Traubenkirsche schmeckt mit seinem hohen Bitterstoffanteil weniger köstlich. Doch es hat den Vorteil, dass es fiebersenkend wirkt und gegen Rheuma hilft.

KKF

Text: Burkhard
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