Die richtige Pflege für den Steinbrech

Als robuste Pflanzenfamilie, die auch an extremen Standorten im Hochgebirge vorkommt, lassen sich die verschiedenen Arten der Saxifraga durchaus so Einiges gefallen. Allerdings kann die Wuchs- und Blühfreudigkeit des Steinbrechs mit einer durchdachten Standortwahl und geeigneten Pflegemaßnahmen maßgeblich gesteigert werden.

Saxifraga Pflege
Steinbrech braucht kaum Pflege
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Wie oft sollten Saxifraga-Vertreter gegossen werden?

Grundsätzlich sollten die meisten Saxifraga-Arten zumindest bei ausgedehnten Phasen von Hitze und Trockenheit zusätzlich bewässert werden, da diese auch in der Regel auf einem gut durchlässigen Substrat gepflanzt werden. Allerdings differieren die die genauen Ansprüche zwischen den insgesamt mehr als 450 Saxifraga-Arten durchaus sehr stark. Als Faustregel gilt: Feinblättrige Arten des Steinbrechs benötigen eine regelmäßigere (manchmal tägliche) Wasserversorgung als Steinbrech-Arten mit sukkulenten, dickfleischigen Blättern. Dabei ist die Bewässerung möglichst nicht in der Mittagshitze, sondern in den Morgen- und Abendstunden vorzunehmen.

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Wann wird der Steinbrech umgepflanzt?

Die beste Pflanzzeit für den Steinbrech ist das Frühjahr. Oftmals können im April oder Mai gepflanzte Exemplare schon im Sommer erstaunliche Polster mit einer großen Anzahl von Blüten bilden. Mischen Sie bei den im Halbschatten heimischen und etwas Feuchtigkeit bevorzugenden Saxifraga-Arten etwas verrotteten Kompost unter die Pflanzerde, um beim Gießen Zeit und Mühe zu sparen.

Wann und wie kann der Steinbrech geschnitten werden?

Der Steinbrech benötigt im Sinne der Größenbegrenzung nicht unbedingt einen Rückschnitt. Natürlich können Sie auch seitlich jederzeit Teile der Pflanze einkürzen, wenn die Polster über den vorgesehenen Standort hinauswachsen. Abgestorbene Pflanzenteile werden aus optischen Gründen entfernt, dies funktioniert bei den unzähligen Blütenstielen des Steinbrechs besonders zeitsparend mit einer elektrischen Rasenschere.

Welche Krankheiten und Schädlinge befallen den Steinbrech?

Gelegentlich werden Steinbrech-Pflanzen von den als Dickmaulrüssler bezeichneten Käfern befallen. Diese können in kleine Töpfe voller Holzwolle gelockt und regelmäßig abgesammelt werden. Auch eine Bekämpfung mit Nematoden ist möglich, welche die Larven des Käfers befallen und innerhalb weniger Tage absterben lassen.

Sollte der Steinbrech gedüngt werden?

Nur wenige Arten der Steinbrech-Familie profitieren von sparsamen Düngergaben, viele dagegen gedeihen auf kargem Untergrund mit Kiesanteilen besonders prächtig und blütenreich. Da insbesondere die aus Gebirgslagen stammenden Arten kalkreiche Standorte bevorzugen, sollte zum Beispiel bei folgenden Sorten des Polster-Steinbrechs eine gelegentliche Kalkgabe erfolgen:

  • Saxifraga jenkinsae
  • Saxifraga apiculata
  • Saxifraga pungens

Wie wird der Steinbrech überwintert?

Bei ausgewogenen Feuchtigkeitsverhältnissen überstehen die meisten Steinbrech-Arten den Winter im Freiland ohne besondere Schutzmaßnahmen. Lediglich an Standorten mit starken Temperaturschwankungen und bei Kahlfrösten kann es zu Überwinterungsproblemen kommen.

Tipps

Achten Sie beim Kauf von Steinbrech genau auf die jeweilige Unterart und ihre Ansprüche, da es hierbei teilweise extreme Unterschiede in Bezug auf Standort und Feuchtigkeitsbedarf geben kann.

Text: Alexander Hallsteiner

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