Stammrosen pflanzen – Stützpfahl nicht vergessen!

Rosenstämmchen sind ganz normale Zuchtrosen, die lediglich auf eine stammbildende Unterlage veredelt werden. Die Rosenbäumchen heben die Schönheit der Rosenblüten besonders in den Fokus des Betrachters, da sie sich durch den Stamm in Augenhöhe befinden.

Stammrosen auspflanzen
Stammrosen brauchen eine Stütze

Rosenstamm richtig pflanzen – Schritt für Schritt

Stammrosen werden im Grunde ebenso gepflanzt wie normale Strauchrosen auch, mit lediglich zwei wichtigen Unterschieden. Im Gegensatz zu herkömmlichen, buschig wachsenden Edelrosen lässt sich die Veredelungsstelle bei Rosenstämmen nicht in die Erde eingraben. Dadurch bleibt diese im Winter ungeschützt und bedarf daher besonderer Schutzmaßnahmen. Außerdem benötigt ein Hochstämmchen immer einen ausreichen dicken und stabil in der Erde verankerten Pfahl.

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Boden vor der Pflanzung gut vorbereiten

Rosen brauchen tiefgründigen, nährstoffreichen Boden, der gut durchlässig ist. Ideal ist ein leicht lehmiger, humoser Boden mit Sandanteilen. Wenn Sie sich unsicher sind, wie Ihr Gartenboden beschaffen ist, so können Sie dies ganz leicht mit den Fingern testen: Dazu verreiben Sie etwas Erde zwischen den Fingerspitzen. Fühlt sie sich rau und körnig an, sind Sandanteile vorhanden. Ist sie dagegen eher klebrig, handelt es sich um tonigen Lehmboden. Achten Sie außerdem darauf, dass es im Gartenboden keine die Wurzeln behindernden Hindernisse wie Bauschutt o. ä. gibt. Verbessern Sie die Bodenbeschaffenheit bei leichten Böden mit Kompost, abgelagertem Mist und Gesteinsmehl (15,90€ bei Amazon*) oder herkömmlicher Rosenerde. Bei schweren Böden können Sie dagegen groben Sand unterarbeiten.

Stammrosen pflanzen

Wurzelnackte Rosen sollten Sie so bald wie möglich nach dem Kauf einpflanzen, damit die Wurzeln nicht austrocknen.

  • Nehmen Sie die Rosen aus der Verpackung und wässern Sie sie mehrere Stunden lang.
  • Kürzen Sie sie Wurzeln etwas ein, damit sich neue Faserwurzeln bilden.
  • Schneiden Sie verletzte Wurzeln und Zweige zurück.
  • Heben Sie die zuvor gut gelockerte Erde zwei Spaten tief und ebenso breit aus.
  • Die Wurzeln sollen bequem im Pflanzloch Platz finden.
  • Lockern Sie den Unterboden mit einer Grabegabel.
  • Breiten Sie die Wurzeln locker im Pflanzloch aus.
  • Sie dürfen nicht geknickt oder gebogen werden.
  • Füllen Sie die Erde wieder ein und halten Sie die Rose dabei am Stamm fest.
  • Schütteln Sie sie vorsichtig, damit die Erde überall zwischen die Wurzeln gelangt.
  • Nun die Erde vorsichtig festtreten
  • und mit einer Gießkanne gründlich mit Wasser einschlämmen.

Stützpfahl gut in der Erde verankern

Beim Einpflanzen von Stammrosen setzen Sie gleich einen stabilen Stützpfahl dazu. Dieser sollte mindestens zehn Zentimeter in die Krone hineinragen und tief in der Erde verankert sein, um einen festen Stand zu gewährleisten. Anderenfalls kann es Ihnen passieren, dass die teuer erworbene Stammrose mit dem nächsten Windstoß umgeworfen wird. Verbinden Sie Stamm und Stützpfahl locker in Form einer Acht mit einem elastischen Material, zum Beispiel mit weichem, kunststoffummanteltem Bindedraht oder einem Seil aus Bast.

Tipps

Anders als in so manchem Ratgeber beschrieben, sollten Kompost, Hornspäne (45,56€ bei Amazon*) und andere Düngemittel bei der Pflanzung nicht untergegraben werden, da dies die Rose negativ beim Einwachsen beeinflussen könnte.

Text: Ines Jachomowski

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