Diese Pflege vitalisiert Ihre Stachelbeeren

In der Pflege von Stachelbeeren sind einige wenige Faktoren wirklich von Belang. Neben dem Wasser- und Nährstoffhaushalt, spielt das Schneiden eine wichtige Rolle. Wir erklären, wie Sie alle Aspekte richtig handhaben.

Stachelbeeren Pflege
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Wie gestaltet sich der Wasserbedarf von Stachelbeeren?

Mit Trockenstress möchten Stachelbeeren nichts zu tun haben. Am liebsten werden die Beerensträucher regelmäßig am Morgen gegossen, wenn das natürliche Regenaufkommen nicht ausreicht. Die Erdoberfläche darf zwischen den Wassergaben gerne ein wenig antrocknen.

Wie sind die Beerensträucher zu düngen?

Eine Kombination aus organischem Dünger und Mulch kommt den Anforderungen von stark zehrenden Stachelbeeren ausgezeichnet entgegen. Die folgende Nährstoffversorgung hat sich bewährt:

  • im März Kompost mit Hornspänen oberflächlich einarbeiten
  • diesen Vorgang wiederholen nach der Blüte und nach der Ernte
  • eine Lage Mulch ausbreiten aus Beinwell, Brennnesselblättern oder Farn
  • von April bis Juli alle 2 Wochen düngen mit einer Pflanzenjauche

Wo kein organischer Dünger zur Verfügung steht, dient handelsüblicher Beerendünger als Alternative in der Dosierung nach Anleitung.

Worauf ist beim Schneiden von Stachelbeeren zu achten?

In der Zeit nach der Ernte bis Ende Februar erhalten Stachelbeeren einen gezielten Rückschnitt. Im ersten Schritt wird alles Totholz ausgelichtet. Schneiden Sie nach innen gerichtete Zweige ebenso heraus, wie kümmerliche und sich kreuzende Exemplare. Daran anschließend geht es so weiter:

  • die beiden ältesten Leitäste bis zum Boden zurückschneiden
  • von den Neutrieben die beiden kräftigsten auswählen
  • alle anderen Triebe, die der Basis entsprießen, konsequent kappen
  • an jedem Leitast 2-3 Langtriebe belassen, da diese Früchte tragen
  • abgetragene Fruchtzweige verschneiden bis auf 2 Augen

Der ideale Stachelbeeren-Busch trägt jeweils 2 einjährige, zweijährige, dreijährige und vierjährige Leittriebe. Ähnlich verhält es sich bei einem Stachelbeeren-Hochstamm, wobei hier vor allem herabhängende Zweige weichen müssen.

Welche Krankheiten bedrohen Stachelbeeren?

Es sind in erster Linie zwei Krankheiten, auf die während des Sommers das Augenmerk zu richten ist. Bei trockenem, warmem Wetter lauert der Amerikanische Stachelbeermehltau. Herrscht feucht-warme Witterung, macht sich die Blattfallkrankheit breit.

Tipps & Tricks

Die frostharten Stachelbeeren-Sträucher benötigen prinzipiell keinen extra Winterschutz. Im Kübel herrschen dagegen andere Verhältnisse, da hier der Wurzelballen durchfrieren könnte. Umwickeln Sie Pflanzgefäße rechtzeitig vor dem ersten Frost mit Luftpolsterfolie und stellen sie vor die Südwand des Hauses auf Holz oder Styropor.

GTH

Text: Paula Jansen

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