Stachelbeeren lecker einkochen – so gelingt es vorbildlich

Damit saftige Stachelbeeren lange halten, ist Einmachen nach Hausfrauen-Art nicht zu toppen. Die bewährte Methode zur Konservierung funktioniert ganz ohne chemische Zusätze. Starten Sie hier zu einem Streifzug durch verschiedene Vorgehensweisen zum erfolgreichen Einwecken.

Stachelbeeren einkochen

Stachelbeeren zum Einmachen richtig vorbereiten

Nach der Ernte sind Stachelbeeren nicht lange haltbar. Daher erfolgen Ernten, Putzen und Einwecken möglichst ohne zeitliche Verzögerung. Die frischen Früchte werden zunächst im lauwarmen Wasser gewaschen. Daran anschließend entfernen Sie mit einer Schere oder den Fingerspitzen den Rest des Fruchtstiels an der einen und den vertrockneten Blütenrest an der anderen Seite einer Beere.

Damit die Stachelbeeren beim Einwecken nicht platzen, stechen Sie noch rasch mit einer kleinen Nadel hinein. Zwingend erforderlich ist dieser Schritt nicht. Da die konservierten Früchte im Glasgefäß aufbewahrt werden, tut diese Maßnahme der Optik gut.

Gläser und Arbeitsmaterialien penibel reinigen

Sauberkeit ist oberstes Gebot, wenn Sie Stachelbeeren einmachen. Ob Sie moderne Twist-off-Gläser verwenden, oder traditionelle Einweck-Gläser mit Gummiring; diese sollten mit möglichst heißem Wasser gesäubert werden. Die Schraubdeckel werden ebenfalls ausgekocht. Anschließend lassen Sie alle Materialien auf einem sauberen Küchentuch trocknen.

Ganze Früchte einmachen – so geht’s

Sind die Vorbereitungen abgeschlossen, wiegen Sie die Stachelbeeren ab. Um ein 1-Liter-Glas zu füllen, sind 750 Gramm der Früchte erforderlich. So gehen Sie weiter vor:

  • die Stachelbeeren einfüllen in die Einmachgläser
  • mit Wasser auffüllen, sodass alle Früchte bedeckt sind
  • zuletzt 4-5 Esslöffel Zucker hinzugeben
  • die unverschlossenen Gläser in einen Topf mit Wasser stellen
  • für 10 Minuten bei 75 bis 100 Grad Celsius köcheln
  • anschließend für weitere 10 Minuten im Wasser abkühlen lassen

Hängen Sie ein Kochthermometer in den Topf, um die Temperatur zu kontrollieren. Da die Temperatur allmählich steigt, erstreckt sich die gesamte Kochzeit auf durchschnittlich 30 Minuten, einschließlich der Abkühlphase. Zu guter Letzt holen Sie die Gläser aus dem Wasser, um sie mit den Schraubdeckeln oder den Gummiringen und Glasdeckeln zu verschließen. Nun stellen Sie die Einkochgläser noch einzige Zeit auf den Kopf, bis sie vollkommen ausgekühlt sind.

Stachelbeeren gekonnt einkochen zu Marmelade

Als Brotaufstrich schmecken Stachelbeeren aller Sorten ganz vorzüglich. Die frischen Früchte einwecken zu Marmelade ist einfacher, als Sie vielleicht vermuten. Benötigt werden 1000 Gramm geputzte Stachelbeeren und 1000 Gramm Gelierzucker. So gelingt es im Handumdrehen:

  • die Beeren in einen Topf füllen und mit dem Kartoffelstampfer leicht andrücken, ohne sie zu zerquetschen
  • den Zucker mit 2-3 Portionen mit einem Löffel unterrühren
  • den Deckel auflegen und die Mischung über Nacht durchziehen lassen
  • unter Rühren aufkochen und für 4 Minuten weiter köcheln

Die noch heiße Marmelade füllen Sie ein in Twist-off-Gläser und drehen sogleich den Deckel zu. Kopfüber bewahren Sie die Gläser auf, bis sie abgekühlt sind.

Tipps & Tricks

Stachelbeeren müssen zum Einmachen nicht voll ausgereift sein. Wer sie Früchte gerne säuerlich verspeist, erntet sie halbreif. Das hat den Vorteil, dass ein überreich besetzter Stachelbeerstrauch ein wenig entlastet wird und die restlichen Früchte in aller Ruhe ausreifen können.

GTH

Text: Paula Jansen

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