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Spinnmilben an Gurken: Erkennen und effektiv bekämpfen

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Spinnmilben an Gurkenpflanzen sind winzige Schädlinge, die erhebliche Schäden verursachen können. Dieser Artikel beschreibt, wie man einen Befall erkennt, wirksame Vorbeugungsmaßnahmen trifft und die Schädlinge bekämpft.

Spinnmilben an Gurken

Spinnmilben an Gurken erkennen

Spinnmilben sind winzige Schädlinge, die oft unbemerkt bleiben, da sie nur etwa 0,5 Millimeter groß sind. Diese Milben saugen Pflanzensaft aus den Blättern und können dabei erheblichen Schaden verursachen. Einige charakteristische Anzeichen weisen auf einen Spinnmilbenbefall an Gurken hin:

  • Gelbliche Flecken auf den Blättern: Frühzeitig erscheinen winzige, helle Pünktchen, die durch die Saugaktivität der Milben entstehen. Diese Punkte breiten sich aus und lassen die Blätter gelblich erscheinen.
  • Gespinste: In fortgeschrittenen Stadien des Befalls bilden sich feine, spinnennetzartige Gespinste, die vor allem in den Blattachseln und an den Blattunterseiten zu finden sind. Diese Gespinste bieten den Spinnmilben Schutz.
  • Verfärbung und Absterben der Blätter: Mit der Zeit können die Blätter zunehmend gelb oder braun werden, sich einrollen und schließlich abfallen, besonders bei starkem Befall.
  • Schwäche oder Vertrocknung der Blätter: Unter trockenen Bedingungen breiten sich Spinnmilben schnell aus, wodurch die Blätter schwach wirken oder vertrocknen.

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Beobachten Sie diese Anzeichen regelmäßig, insbesondere bei hohen Temperaturen und niedriger Luftfeuchtigkeit, da diese Bedingungen die Vermehrung der Spinnmilben begünstigen. Eine frühzeitige Erkennung ist entscheidend, um dauerhafte Schäden an den Pflanzen und Beeinträchtigungen der Ernte zu vermeiden.

Vorbeugung von Spinnmilbenbefall

Zur Vorbeugung eines Spinnmilbenbefalls an Gurkenpflanzen können verschiedene Maßnahmen ergriffen werden, um die Lebensbedingungen für die Schädlinge zu erschweren:

  • Luftfeuchtigkeit erhöhen: Spinnmilben bevorzugen trockene Umgebungen. Durch regelmäßiges Wässern oder Besprühen der Pflanzen mit einem feinen Wassernebel im Gewächshaus können Sie eine hohe Luftfeuchtigkeit schaffen, die die Milben abschreckt.
  • Belüftung und Standortwahl optimieren: Lüften Sie Gewächshäuser und andere Anbauorte regelmäßig, um die Luftzirkulation zu verbessern und stehende, warme Luft zu vermeiden, die Spinnmilben begünstigt. Stellen Sie sicher, dass die Pflanzen nicht zu dicht stehen, um eine Ausbreitung der Schädlinge zu verhindern.
  • Natürliche Feinde fördern: Gegen Spinnmilben können natürliche Nützlinge wie Raubmilben eingesetzt werden. Besonders geeignet sind Phytoseiulus persimilis und Amblyseius californicus, die bei mindestens 18°C und hoher Luftfeuchtigkeit gut gedeihen.
  • Bedarfsgerecht düngen: Vermeiden Sie eine stickstofflastige Düngung, da sie die Empfindlichkeit der Pflanzen erhöht. Nutzen Sie stattdessen kaliumreiche Düngemittel, um die Widerstandsfähigkeit der Pflanzen zu stärken.
  • Regelmäßige und maßvolle Bewässerung: Spinnmilben bevorzugen trockene Bedingungen. Gießen Sie die Gurkenpflanzen regelmäßig mit angewärmtem, kalkarmem Wasser und halten Sie den Boden gleichmäßig feucht, insbesondere in Hitzeperioden.

Mit diesen Maßnahmen können Sie die Widerstandsfähigkeit Ihrer Gurkenpflanzen erhöhen und das Risiko eines Spinnmilbenbefalls minimieren.

Bekämpfung von Spinnmilben

Ist ein Spinnmilbenbefall festgestellt, stehen verschiedene Methoden zur Bekämpfung zur Verfügung:

1. Biologische Nützlinge

  • Raubmilben: Setzen Sie Raubmilben wie Phytoseiulus persimilis oder Amblyseius californicus ein. Diese ernähren sich von den Spinnmilben und sind besonders bei hohen Temperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit effektiv.
  • Weitere natürliche Feinde: Auch Larven von Florfliegen, Blumenwanzen, Raubwanzen, Schwebfliegen, Gallmücken und Stethorus-Marienkäfer sind wirksame Gegenspieler der Spinnmilben.

2. Pflanzenschutzmittel

  • Rapsöl: Sprühen Sie die Pflanzen gründlich mit Rapsöl ein, insbesondere die Blattunterseiten, um die Spinnmilben zu ersticken. Der beste Zeitpunkt dafür ist früh am Morgen.
  • Fettsäure-Kalium: Besprühen Sie die Pflanzen mit dieser Substanz, die die Zellmembranen der Spinnmilben zerstört. Achten Sie auf vollständige Benetzung.

3. Mechanische Maßnahmen

  • Pflanzen abbrausen: Im Innenbereich können Sie die Pflanzen über der Badewanne oder im Freien mit lauwarmem Wasser abspülen, um die Spinnmilben zu reduzieren und deren Ausbreitung zu verhindern.

4. Chemische Pflanzenschutzmittel

  • Verwenden Sie chemische Mittel nur als letzte Option, wenn andere Methoden nicht erfolgreich waren. Sprühen Sie dabei gründlich, besonders die Blattunterseiten, und wiederholen Sie die Anwendung nach einigen Tagen, wenn nötig.

Achten Sie darauf, den Spinnmilbenbefall so früh wie möglich zu bekämpfen und kombinieren Sie verschiedene Methoden für eine höhere Wirksamkeit. Regelmäßige Kontrollen der Gurkenpflanzen und eine rechtzeitige Reaktion erhöhen die Erfolgschancen und fördern eine gesunde Ernte.