SOS! Spinnmilben an Gurken! Was tun?

Spinnmilben haben besonders Gurkenblätter zum Fressen gern. Sie gehören zu den am meisten verbreiteten Schädlingen. Bei sommerlichen Temperaturen befallen sie die Unterseite der Blätter und überziehen diese mit dem für sie typischen, weißlichen Gespinst. So wird man die Plagegeister schnell wieder los.

Spinnmilben an Gurken

Die gemeine Spinnmilben – Tetranychus urticae – sind gelblich grüne oder rotbraune, winzige Spinnentiere. Sie krabbeln auf vier Beinpaare. Wie bei allen Milbenarten bilden Kopf, Brust und Hinterleib einen ovalen Körper. Mit dem borstenartigen Mundwerkzeug stechen sie in die Pflanzenzellen und saugen den Zellsaft aus.

So lassen sich Spinnmilben an Gurken erkennen

Zuerst werden kleine, helle, nadelstichige Pünktchen an den Blätter sichtbar. Diese vergrößern sich schnell. Im fortgeschrittenen Stadium färben sich die Blätter gelb bis graubraun, vertrocknen und sterben ab. Zusätzlich sind die jungen Gurkentriebe von einem feinen, weißlichen Gespinst überzogen. Überprüft man befallene Blätter unter einer Lupe, sind unzählige, kugelige Spinnmilben auf den Blattunterseiten sichtbar. Im Gewächshaus finden sich aus diesen zwei Gründen besonders oft Spinnmilben an Gurken

  • zu wenig Luftfeuchtigkeit
  • zu viel Stickstoff in der Erde

Vorbeugend wirksame Maßnahmen: Stickstoffdünger vermeiden. Für ausgewogene Pflanzenernährung mit organischem Gründünger sorgen. Luftfeuchtigkeit im Gewächshaus erhöhen.

Spinnmilben an Gurken wirksam bekämpfen

Es gibt genügend natürliche Spinnmilbenkiller, sodass man auf den Einsatz von Chemie verzichten kann. Die befallenen Gurkenpflanzen mit lauwarmen Wasser kräftig abduschen. Besonders an den Blattunterseiten. Anschließend für 2 Tage in eine große transparente Plastiktüte einpacken. Das feuchte Klima vernichtet die Spinnmilben und die Gurkenpflanzen erholen sich nach und nach.

Das Einsprühen der Pflanzen mit Brennnesselsud und Schachtelhalmbrühe wirkt ebenfalls. Bei sehr starkem Befall mit Seifenlauge oder Magermilch spritzen.

Unterstütze die natürlichen Spinnmilbenkiller! Wie zum Beispiel Raubmilben. Achte beim Einsatz von Spritzmitteln auf Produkte, die Nutzinsekten schonen und gleichzeitig Gurken Krankheiten vorbeugen.

Wenn das natürliche Gleichgewicht stimmt und die Gurken die richtige Pflege erhalten, finden sich genügend natürliche Feinde wie Raubmilben, Wespen, Marienkäfer, Laufkäfer, Schweb- und Florfliegen.

Tipps & Tricks

Gegen jeden Gurkenschädling ist ein Kraut gewachsen. Du kannst Töpfe mit Kräutern wie Dill, Schnittlauch oder Knoblauch zwischen die Gurkenpflanzen stellen. Zusätzlich noch Nelkenpulver auf der Topferde verteilen.

Text: Regina Müller
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