Sommerflieder erfolgreich im Kübel kultivieren

Schmetterlingsfreunde aufgepasst: Wer den Faltern gern zuschaut, sollte sich einen Sommerflieder in den Garten pflanzen. Der schnell wachsende und üppig blühende Strauch bringt nicht nur Farbe ins Grüne, sondern lockt auch zahlreiche Schmetterlinge an. Wer keinen Garten hat, pflanzt den Strauch mit den langen Blütenrispen einfach in einen Kübel.

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Kleine Sorten gedeihen auch im Kübel

Die schönsten Mini-Sommerflieder für den Kübel

Allerdings eignen sich nicht alle Sorten für eine Kübelhaltung. Sowohl Buddleja davidii als auch Buddleja alternifolia, die beiden am häufigsten kultivierten Arten des Sommerflieders, werden durchschnittlich bis zu drei Meter hoch und zwei Meter breit – viel zu groß für eine klassische Kübelhaltung, zudem die Sträucher auch sehr schnell wachsen. Es gibt jedoch eine Reihe speziell gezüchteter Zwerg-Sommerflieder, die lediglich bis zu 150 Zentimeter hoch werden und daher genau richtig für ein Pflanzgefäß sind:

  • ‚Purple Emperor‘: purpurviolette Blüten
  • ‚Buzz ® Violet‘: hellviolette Blüten, leicht überhängende Triebe
  • ‚Summer Lounge‘: blüht in Weiß, Rosa oder Violett, nur bis 60 Zentimeter hoch

Außerdem gibt es nicht winterharte und kleiner bleibende Arten, die ohnehin nur im Kübel gehalten werden können. Diese versprechen einen besonderen Blickfang auf Balkon und Terrasse: Halten Sie im Gartencenter Ausschau nach dem Kugel-Sommerflieder (Buddleja globosa) und dem Gelben Sommerflieder (Buddleja x weyeriana).

Sommerflieder pflanzen und pflegen

Damit sich der Sommerflieder auch als Kübelpflanze wohlfühlt, braucht er einen passenden Standort. Optimal ist ein heller, sonniger und warmer Platz. Notfalls können Sie die Pflanze auch in den lichten Schatten stellen, dort wird sie aber nicht so üppig und lange blühen wie an einem vollsonnigen Platz.

Auswahl des passenden Pflanzgefäßes

Auch ein Mini-Sommerflieder braucht Platz, daher sollte das Pflanzgefäß sowohl im Durchmesser als auch in der Tiefe mindestens 40 Zentimeter haben. Als Material wählen Sie möglichst Ton, Keramik o. ä., damit die Wurzeln in der heißen Sommersonne nicht aufheizen – insbesondere Tontöpfe kühlen. Plastiktöpfe sind dagegen eher ungeeignet.

Substrat

Klassische, vorgedüngte Blumen- oder Kübelpflanzenerde ist für Sommerflieder zu reichhaltig. Mischen Sie diese jedoch mit Blähton und / oder Kies im Verhältnis 1:1, so sollte das Substrat mager und durchlässig genug sein. Auch eine ein paar Zentimeter dicke Drainageschicht am Topfboden ist wichtig, um Staunässe zu verhindern.

Sommerflieder eintopfen

Haben Sie den Sommerflieder als Containerpflanze gekauft, können Sie ihn im Grunde das ganze Jahr hindurch eintopfen. Dabei gehen Sie am besten wie folgt vor:

  • Reinigen Sie das Pflanzgefäß sorgfältig.
  • Legen Sie eine Tonscherbe über das Abflussloch am Boden.
  • Dies verhindert ein Verstopfen mit Substrat.
  • Füllen Sie nun einige Zentimeter Blähton ein.
  • Darauf folgt das angemischte Substrat, etwa bis zur Hälfte des Topfes.
  • Holen Sie die Pflanze vorsichtig aus dem Container.
  • Schütteln Sie sanft die alte, anhaftende Erde ab.
  • Kontrollieren Sie die Pflanze, besonders die Wurzeln, auf Verletzungen.
  • Pflanzen Sie den Sommerflieder in sein neues Gefäß.
  • Füllen Sie das weitere Substrat ein, drücken Sie es gut an.
  • Klopfen Sie ein paar Mal mit dem Topfboden auf eine harte Oberfläche, z. B. auf den Tisch.
  • So werden auch die Lücken gefüllt.
  • Gießen Sie den Sommerflieder gut an.

Sommerflieder als Kübelpflanze richtig pflegen

In puncto Pflege beachten Sie diese Hinweise:

  • Regelmäßig gießen, aber Nässe vermeiden.
  • Alle zwei Wochen mit flüssigem Kübelpflanzendünger versorgen.
  • Verblühtes regelmäßig entfernen.
  • Topf vor dem ersten Frost winterfest verpacken.
  • Pflanze zum Überwintern an eine Wärme abstrahlende Hauswand stellen.
  • Wahlweise auch eine kühle, aber helle Überwinterung im Haus möglich.

Tipps

Im späten Winter – etwa ab Ende März / Anfang April – wird Buddleja davidii stark zurückgeschnitten, da diese Art nur an den neuen Trieben blüht.

Text: Ines Jachomowski
Artikelbild: ncristian/Shutterstock
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