Wiener Riesen, Tango oder Prinz – Welche Selleriesorte darf es sein?

Apium graveolens L. - hinter diesem wohlklingenden lateinischen Namen verbirgt sich der Echte Sellerie. Er wurde schon im antiken Griechenland angebaut und wird bei uns als Heil- und Gemüsepflanze verwendet. Im heimischen Garten werden Knollensellerie und Stangensellerie angebaut. Von beiden sind verschiedene Sorten im Angebot.

Sellerie Arten
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Stangensellerie oder Knollensellerie – Wie fällt die Wahl aus?

Der Stangen- oder auch Staudensellerie hat seinen Namen von seinen langen, fleischigen Blattstielen erhalten. Die Blattstiele werden roh oder gekocht gegessen. Erntezeit ist von Juni bis Oktober. Einige Stangenselleriesorten bleichen von allein aus, was ihre Stängel zarter macht.

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Erst im August beginnt die Ernte des Knollensellerie. Die dauert dann aber bis Dezember. Verzehrt werden die runden Knollen und das Kraut.

Sowohl Stangensellerie als auch Knollensellerie gedeihen in unseren heimischen Gärten. Auf welchen Sellerie die Wahl fällt, hängt sicherlich vom Geschmack ab.

Ist der Platz im Gartenbeet begrenzt, ist der Stangensellerie im Vorteil, da er weniger Raum beansprucht als der Knollensellerie. Stangensellerie eignet sich für den Anbau im Kübe.

Schnittsellerie

Wegen seines kräftigen Geschmackes kommt der Schnittsellerie als Würzkraut zum Einsatz. Seine Blätter können frisch, getrocknet und gefroren verwendet werden. Sorten sind “Gewone Snij” und “Amsterdamse Donkergroene/Safir”. Unter einem Folientunnel (15,12€ bei Amazon*) kann der Schnittsellerie überwintern.

Beliebte Sorten vom Knollensellerie

  • Prinz: weißes, festes Fleisch, sehr ertragreich, mildwürziger Geschmack, schossfest, auch fürs Gewächshaus
  • Ibis: glatte, weißfleischige Knolle, nussiger Geschmack, schossfest
  • Mars: dicke, grünweiße Knollen, widerstandsfähig gegen Sellerierost
  • Biancho del Veneto: spätreife Sorte, weiße Schale, weißes Fleisch, üppige Blätter
  • Giant Prague: große, weißfleischige Knollen, süßer Geschmack
  • Monarch: sehr große, helle Knolle, milder, nussartiger Geschmack

Das sind die Stangenselleriesorten

  • Tango: saftige, grüne Stängel mit fein-würzigem Geschmack, tolerant gegen Schossen, Seitentriebbildung
    und Blattfleckenkrankheit
  • Elne: fleischige, glatte Blätter, dezente Würze
  • Spartacus F1: frühreif, aufrechtwachsend, geringe Schossneigung, widerstandsfähig gegenüber Krankheiten,
    auch als Bleichsellerie
  • Goldener Riesensellerie: fleischige, breite Stangen
  • Gigante Dorato: volle, feste Rippen, früh- bis mittelreif

Tipps & Tricks

Für einen besonders aromatischen Sellerie sollten alte Sorten angebaut werden. Alte Sorten haben eine kleinere, aromatischere Knolle und dunkleres Fleisch. Als Samen erhältlich ist der Knollensellerie “Wiener Riesen”.

Text: Burkhard

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