Knollensellerie

Sellerie Arten: Alles über Knollen- und Stangensellerie

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Sellerie, ein vielseitiges Gemüse, bereichert unsere Küche in drei bekannten Varianten: Knollensellerie, Staudensellerie und Schnittsellerie. Dieser Artikel beleuchtet die Eigenschaften, Verwendungsmöglichkeiten und gesundheitlichen Vorteile dieser aromatischen Pflanzen.

Sellerie Arten

Die wichtigsten Selleriearten

Obwohl es rund 20 verschiedene Selleriearten gibt, sind drei davon besonders bekannt und beliebt: Knollensellerie, Staudensellerie und Schnittsellerie. Alle drei stammen vom Echten Sellerie (Apium graveolens) ab und unterscheiden sich deutlich in ihrer Wuchsform und Verwendung.

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Knollensellerie

Der Knollensellerie (Apium graveolens var. rapaceum) zeichnet sich durch seine große, runde Knolle aus, die ein wichtiger Bestandteil vieler Gerichte ist. Die Blätter des Knollenselleries sind klein und dienen ebenfalls als Würze.

Verwendung: Knollensellerie wird roh oder gekocht verwendet und ist ideal für Suppen, Pürees, Eintöpfe, Salate und Beilagen zu Fleisch- und Fischgerichten. Auch die Blätter eignen sich zum Würzen.

Geschmack: Der Geschmack des Knollenselleries ist kräftig und würzig, geprägt durch ätherische Öle.

Staudensellerie

Staudensellerie (Apium graveolens var. dulce) bildet kleinere Knollen aus, dafür aber kräftigere, verdickte Blattstiele. Diese Stangen sind der Hauptgrund für die Beliebtheit des Staudenselleries.

Verwendung: Die Stangen werden oft roh als Snack oder in Salaten gegessen, eignen sich aber auch hervorragend für Suppen, Eintöpfe und Gemüsegerichte. Die Blätter können ebenfalls zum Würzen eingesetzt werden.

Geschmack: Staudensellerie hat ein milderes Aroma als Knollensellerie, bleibt aber dennoch würzig und erfrischend.

Schnittsellerie

Schnittsellerie (Apium graveolens var. secalinum) bildet keine Knollen aus. Sein feines Blattwerk ähnelt dem der Petersilie und kann sowohl frisch als auch getrocknet als Gewürz verwendet werden.

Verwendung: Vor allem die Blätter werden als Gewürz in Suppen, Soßen, Salaten und Eintöpfen genutzt.

Geschmack: Schnittsellerie hat ein intensives, petersilienähnliches Aroma.

Sellerie in der Küche

Sellerie lässt sich vielseitig in der Küche einsetzen und kann sowohl roh als auch gekocht genossen werden.

Knollensellerie: Die robuste Knolle ist ideal für Suppen, Pürees, Eintöpfe und Salate. Sellerieschnitzel bieten eine schmackhafte vegetarische Alternative. Durch Beträufeln mit Zitronensaft oder Essig kann die Knolle vor dem Braunwerden bewahrt werden.

Staudensellerie: Die knackigen Stangen passen hervorragend in Salate, Suppen und Eintöpfe. Einige Sorten entfalten ein intensiveres Aroma, wenn sie durch Umwickeln mit Zeitungspapier gedämpft werden.

Schnittsellerie: Die würzigen Blätter verleihen vielen Gerichten ein intensives Aroma, sei es frisch oder getrocknet.

Lagerung von Sellerie

Die verschiedenen Selleriearten haben unterschiedliche Lagerungsanforderungen.

Knollensellerie: Knollensellerie kann mehrere Monate gelagert werden, am besten im Keller in feuchtem Sand oder in Zeitungspapier gewickelt. Alternativ kann er gewaschen, kleingeschnitten, blanchiert und eingefroren werden.

Staudensellerie: Im Kühlschrank in feuchtes Papier gewickelt oder in einem luftdichten Plastikbeutel hält sich Staudensellerie bis zu zwei Wochen. Für eine längere Lagerung können die Wurzeln geerntet und die Stangen in feuchtem Sand im Keller aufbewahrt werden.

Schnittsellerie: Die Blätter können getrocknet werden und behalten ihr intensives Aroma über viele Monate hinweg.

Sellerie als Heilpflanze

Bereits im Mittelalter wurde Sellerie als Heilpflanze geschätzt. Ein Tee aus der Sellerieknolle kann bei Blähungen, Gicht und Blasenleiden helfen und die Nerven stärken. Selleriesaft wird bei Rheuma, Gicht und Wasseransammlungen verwendet.

  • Harntreibend
  • Blutreinigend
  • Entwässernd
  • Hustenlindernd

Ein Aufguss aus den Samen soll zudem gegen die Schmerzen bei Rheuma und Arthritis wirken.

Inhaltsstoffe von Sellerie

Sellerie ist reich an wertvollen Nährstoffen und ätherischen Ölen. Zu den wichtigsten Inhaltsstoffen zählen:

  • Kalium
  • Kalzium
  • Eisen
  • Magnesium
  • Phosphor
  • Natrium

Sellerie bietet zudem eine beachtliche Menge an Vitaminen:

  • Vitamin C
  • B-Vitamine (inkl. Vitamin B6)
  • Vitamin E
  • Vitamin K
  • Vitamin A

Der Nährwert von 100 Gramm Sellerie liegt bei etwa 17-18 Kilokalorien. Zudem enthält Sellerie etwa 0,3 Gramm Fett, 0,69 Gramm Eiweiß und etwa 2,97 Gramm Kohlenhydrate, davon 1,34 Gramm Zucker. Der Ballaststoffgehalt liegt bei ca. 1,6 Gramm pro 100 Gramm Sellerie.

Kalium trägt zur entwässernden und harntreibenden Wirkung des Selleries bei. Antioxidantien wie Carotinoide und ätherische Öle bestimmen den charakteristischen Geschmack und das Aroma des Gemüses.

Bilder: empire331 / iStockphoto