Schwarzkiefer Merkmale
Auf den ersten Blick ist die Schwarzkiefer alles andere als schwarz

Die Schwarzkiefer im Porträt – Ein informativer Steckbrief

In unseren Wäldern ist die Schwarzkiefer ein seltener Gast. Als dekorativer Hausbaum gewinnt das mediterrane Nadelgehölz indes zunehmend an Popularität. Grund genug, sich mit den Attributen einer Pinus nigra vertraut zu machen. Der folgende Steckbrief vermittelt Informationen, die für Hobbygärtner von Interesse sind.

Systematik und Erscheinungsbild

Immer häufiger begegnen wir einer Schwarzkiefer in Parks, auf Friedhöfen oder innerhalb großer Gärten. Dort setzt sich der imposante Nadelbaum als Solitär oder in der Gruppe eindrucksvoll in Szene. Diese Charakteristika zeichnen den Baum aus:

  • Zugehörig zur Pflanzenfamilie der Kieferngewächse (Pinaceae)
  • Bezeichnung der Art: Schwarzkiefer (Pinus nigra), seltener Schwarzföhre
  • Wuchshöhe in Kultur: 20 bis 40 Meter
  • Zweinadeliger Baum mit geradem Wuchs und breit ausladender Krone
  • In Südeuropa beheimateter Tiefwurzler
  • Grün-gelbe männliche und karminrote weibliche Blütenzapfen
  • Winterhart und ausgezeichnet trockenheitsverträglich

Ihren Namen verdankt die Kiefernart den schwarz gefärbten Zapfenschuppen, die als eindeutiges Unterscheidungsmerkmal zu anderen Kieferngewächsen dienen.

Tipps zu Standort und Pflege

Die Schwarzkiefer wird in Zukunft noch viel von sich reden machen, denn kaum ein anderer Baum erweist sich als derart pflegeleicht. Überdies macht Umweltverschmutzung einer Pinus nigra nur wenig aus, sodass der Baum für die innerstädtische Bepflanzung an Relevanz gewinnt. Worauf bei der Standortwahl und Pflege zu achten ist, fasst die folgende Übersicht zusammen:

  • Sonniger, gerne vollsonniger Standort
  • Gedeiht in jeder normalen, tiefgründigen Gartenerde
  • Einzig gießen bei lang anhaltender Trockenheit im Sommer und Winter
  • Keine Düngung erforderlich im Freiland
  • Im Kübel von April bis August alle 4 Wochen Flüssigdünger verabreichen

Um das Größenwachstum zu regulieren und einen dichten Habitus zu erzeugen, können Sie die Schwarzkiefer ein Mal jährlich beschneiden. In der Zeit von Mitte Mai bis Mitte Juni kürzen Sie hierzu die frischen Triebe – Kerzen genannt – um die Hälfte ein. Idealerweise liegen die Nadeln zu diesem Zeitpunkt noch an. Im gleichen Zug lichten Sie die Krone gründlich aus.

Tipps

Ihr Wachstum hat eine Schwarzkiefer in der Regel im Alter von 150 Jahren mit einer Höhe von 40 Metern abgeschlossen. Zu dieser Zeit befindet sich eine Pinus nigra freilich noch in ihrer Teenager-Zeit. Am idealen Standort im milden Mittelmeerklima, ist ein Alter von 600 bis 800 Jahren keine Seltenheit.

Text: Paula Jansen

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