Die Kiefer schneiden

Jedes Gewächs benötigt hin und wieder einen Formschnitt. Somit sollten in gewissen Abständen auch Ihrer Kiefer einmal ordentlich zu Leibe rücken. Für das Zurückschneiden der Äste gibt es zahlreiche Gründe. Jeder Zweck eines Rückschnitts erfordert eine andere Technik. Der folgende Ratgeber informiert Sie umfassend in welcher Situation Sie Ihre Kiefer beschneiden sollten und worauf Sie dabei achten müssen.

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Rückschnitt ist nicht gleich Rückschnitt

Verschiedene Arten des Rückschnitts

Ein Rückschnitt einer Kiefer kann aus mehreren Gründen erforderlich sein:

  • um das Wachstum zu hemmen
  • bei einem Krankheitsbefall der Kiefer
  • um eine Bonsaiform zu erzeugen beziehungsweise zu erhalten

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Das Wachstum hemmen

In freier Natur erreichen Kiefern Wuchshöhen von über 50 Metern. Während das Wachstum pro Jahr anfangs noch relativ langsam zunimmt, gewinnt der Nadelbaum mit steigendem Alter immer schneller an Höhe. Kommt er Gebäuden dabei zu nah, ist es wichtig, seine Äste zu kürzen. Überdies dient das Beschneiden dann der Prävention von Sach- oder gar Personenschäden durch herabfallende Äste bei Stürmen. Lichten Sie dafür die Krone aus, indem Sie störende Zweige entfernen. Der Rückschnitt darf ruhig radikal erfolgen. Allerdings sollte Ihnen bewusst sein, dass sich durch das Zurückschneiden die Wuchsform verändert. Die Kiefer wird bauchiger und runder. Haben Sie einen solchen Rückschnitt erst einmal vorgenommen, müssen Sie ihn jährlich weiterführen.

Rückschnitt bei Krankheiten

Bekommt Ihre Kiefer plötzlich braune Nadeln? Schuld könnte eine Pilzinfektion sein. Zwei Arten eines solchen Schädlings sind in Europa verbreitet:

  • die Kiefernschütte
  • und das Triebsterben

In beiden Fällen ist es notwendig, die Kiefer vor dem völligen Absterben zu schützen, indem Sie betroffene Äste vollständig zurückschneiden.

Die Kiefer zum Bonsai schneiden

Vielleicht besitzen Sie anstelle eines Gartens auch nur einen Balkon. Trotzdem müssen Sie nicht darauf verzichten, eine Kiefer zu halten. In Bonsaiform nimmt der Nadelbaum selbst auf kleinster Fläche kaum Platz weg. Das regelmäßige Schneiden fördert dann die Verzweigungen und erhält die kleine Wuchsform.

Darauf müssen Sie achten

Der Zeitpunkt

Schneiden Sie Ihre Kiefer am besten im Winter. Somit vermeiden Sie, dass zu viel Saft aus den Schnittstellen tritt. Die Kiefer kann sich dann besser von dem Radikalschnitt erholen.

Das Werkzeug

Mit der richtigen Ausstattung fällt das Schneiden einer Kiefer deutlich leichter. Für eine alte Kiefer benötigen Sie aufgrund der enormen Wuchshöhe eine hohe, stabile Leiter, um auch die Äste in der Krone zu erreichen. Unbedingt sollten Sie eine scharfe Schere verwenden. Bei stumpfen Modellen droht die Gefahr, dass Sie die Zweige nicht sauber durchtrennen, sondern eher quetschen. Dies führt zu schwerwiegenderen Verletzungen, von denen sich die Kiefer nur mühsam erholt.

Text: Gartenjournal.net
Artikelbild: as_trofey/Shutterstock

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