Starker Rückschnitt an der Kiefer- alles, was Sie wissen müssen

Überschreitet das Ausmaß Ihrer Kiefer die Platz Kapazitäten Ihres Grundstücks, ist ein radikaler Rückschnitt erforderlich. Möglicherweise halten Sie Ihre Kiefer auch als Bonsai und möchten mittels eines starken Rückschnitts dessen Form beibehalten und das Wachstum hemmen. Warum auch immer Sie zur Gartenschere greifen, hier finden Sie wertvolle Tipps, worauf Sie achten müssen, damit sich Ihre Kiefer gut von dem starken Rückschnitt erholt.

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Bei hohen Kiefern muss für den Rückschnitt Spezialausrüstung zum Einsatz kommen

Allgemeines

Grundsätzlich gilt, dass Sie Ihre Kiefer bei Symptomen einer Krankheit, sprich wenn sich die Nadeln braun färben oder Triebe absterben, unbedingt stark zurückschneiden müssen. Ansonsten kann ein Radikalschnitt dazu beitragen

  • das Wachstum zu hemmen (Kiefer als Bonsai)
  • oder die Kiefer auszulichten (Äste aus der Krone entfernen)

Der beste Zeitpunkt ist der Winter, da die Kiefer in der kalten Jahreszeit weniger Pflanzensäfte produziert.
Im Folgenden finden Sie drei Anleitungen für einen starken Rückschnitt drei beliebter Kiefer Arten.

Schneiden der Bergkiefer

  • im Mai oder Juni entfernen Sie alte Zweige und lichten den Baum aus
  • schneiden Sie neue Kerzen auf die Hälfte zurück
  • die Bergkiefer toleriert einen starken Rückschnitt bis auf ein Drittel der Äste und Zweige

Schneiden der Mädchenkiefer

  • werden die äußeren Triebe länger, schneiden Sie die Treibe in der Mitte zurück
  • starke Triebe können Sie ruhig drastisch zurückschneiden, zarte Triebe nur vorsichtig
  • entfernen Sie vor allem Triebe, die zu eng aneinander wachsen
  • Triebe unter 1 cm Länge sollten Sie nicht schneiden
  • üblicherweise färben sich alte Nadeln vom Vorjahr im Spätsommer braun. Diese müssen Sie entfernen

Schneiden der japanischen Schwarzkiefer

  • im Mai schneiden Sie die japanische Schwarzkiefer auf zwei Drittel zurück
  • im Juni schneiden Sie alle zu langen Nadeln bis auf eine Länge von 1 cm zurück
  • im Oktober entfernen Sie die überflüssigen und störenden Zweige. Starke Äste behindern meist die Entwicklung zarter Triebe. Diese können Sie ruhig stark zurückschneiden, da sich sich im kommenden Frühjahr neu bilden
Text: Gartenjournal.net
Artikelbild: Claudio Divizia/Shutterstock

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