Die Japanische Schirmtanne schneiden: Wie, wann, warum?

Frisch gekauft sieht sie makellos aus mit ihrer Kegelform, ihren schirmartig angeordneten Nadeln und ihrem exotischen Ausdruck. Doch bleibt das auch so? Braucht die Japanische Schirmtanne einen regelmäßigen Formschnitt oder Rückschnitt bis ganz nach unten?

Japanische Schirmtanne Rückschnitt
Die Japanische Schirmtanne braucht eigentlich keinen Rückschnitt

Schneiden – nur in Ausnahmefällen notwendig

Die Japanische Schirmtanne braucht im Allgemeinen überhaupt keinen Schnitt. Einmal gekauft, behält sie ihre Grundstruktur und wird mit den Jahren nur noch größer. Insgesamt kann sie bei uns bis zu 10 m hoch wachsen.

Ihr ist von Natur aus ein gleichmäßiger, kegelförmiger Wuchs in die Wiege gelegt. Dennoch kann ein Schnitt sinnvoll sein:

  • entfernen brauner Nadeln und abgestorbener Zweige
  • nimmt in der Breite zu viel Raum ein
  • für die Kübelkultur zu groß geworden
  • kranke Pflanzenteile sollen abgeschnitten werden

Formschnitt erübrigt sich

Dank der naturgegebenen Kegelform ist es nicht notwendig, die Japanische Schirmtanne jedes Jahr zurechtzustutzen, um ihre markante Form zu bewahren. Der Wuchs ist darüber hinaus mit durchschnittlich 20 cm und maximal 30 cm pro Jahr überaus langsam. Auch ist er ausgesprochen dicht gestaltet, so dass die Triebe nicht eingekürzt werden müssen, um sie zum Verzweigen anzuregen.

Wann ist der passende Schnittzeitpunkt?

Möchten Sie dennoch die Japanische Schirmtanne schneiden? Dann ist im Winter außerhalb ihrer Haupt-Vegetationsperiode der beste Zeitpunkt dafür gekommen. Zücken Sie die Astschere oder Säge zwischen Mitte Februar und Anfang März. Doch Achtung: Nur an einem frostfreien Tag!

Leittrieb nicht schneiden, Seitentriebe schneiden

Grundsätzlich bedeutsam ist es, beim Schneiden der Japanischen Schirmtanne niemals ihren Leittrieb einzukürzen. Wer das tut, darf sich anschließend nicht wundern, wenn die Pflanze nicht weiterwächst. Lediglich die Seitentriebe sollten – falls nötig – eingekürzt werden.

Tipps

Wenn Sie Pflanzenteile abschneiden, die von Krankheiten befallen sind, werfen Sie sie nicht auf den Kompost. Die Erreger überleben oftmals und können im Kompost später auf andere Pflanzen übergehen. Vernichten Sie kranke Teile stattdessen beispielsweise im Hausmüll oder verbrennen Sie sie.

Text: Anika Gütt
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