Eine Japanische Säulenkirsche richtig schneiden

Die Japanische Säulenkirsche sollte nicht nur dann geschnitten werden, wenn unterhalb der Veredlungsstelle Triebe der Wildform empor wuchern. Beim Schnitt dieser fruchtlosen Form der Säulenkirsche geht es meistens darum, Form, Gesundheit und Blütenreichtum einer Pflanze zu sichern.

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Auch die Japanische Säulenkirsche braucht regelmäßig einen Rückschnitt

Der erste Schnitt sollte nicht zu früh erfolgen

Da die Japanische Säulenkirsche relativ empfindlich auf Rückschnitte reagieren kann, sollte sie erst etwa zwei bis drei Jahre nach der Pflanzung zum ersten Mal geschnitten werden. Allerdings sollten Sie mit einem Formschnitt oder Pflegeschnitt auch nicht zu lange warten, da die einzelnen Schnittmaßnahmen jeweils möglichst nicht zu umfangreich gestaltet sein sollten. Es kann durchaus Sinn machen, direkt nach der Blüte im Sommer einige Zweige auszulichten und im Herbst dann speziell auf die Entfernung von Zweigen zu achten, die Krankheitsanzeichen aufweisen. Im Gegensatz zu so manchem Säulenobst sollten bei der Japanischen Säulenkirsche während der frostigen Wintermonate keine ausgeprägten Verjüngungsschnitte vorgenommen werden.

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Gute Gründe für den Rückschnitt

Viele Gärtner glauben, dass sich gemäß des Namens bei einer Japanischen Säulenkirsche jeglicher Rückschnitt erübrigen würde. Der Umfang der erforderlichen Schnittmaßnahmen hält sich zwar tatsächlich in der Regel in Grenzen, trotzdem sind gelegentliche Eingriffe in das Pflanzenwachstum unerlässlich. In der Regel ergänzen sich Verjüngungsschnitt, Formschnitt und der Rückschnitt im Sinne eines Erhaltungsschnitts mit fließend ineinander übergehenden Maßnahmen. Die folgenden Gründe machen einen Schnitt der Japanischen Säulenkirsche notwendig:

  • zu starkes Höhenwachstum (mehr als 5 m Höhe sind möglich)
  • als zu breit empfundene Säulenform
  • Krankheits- und Pilzbefall
  • Rückgang der Blütenanzahl
  • zu dicht aneinander wachsende Zweige

Schnitte mit Bedacht und sorgsam ausführen

Vor jedem Schnitt sollte überprüft werden, ob sauberes und ausreichend scharfes Schnittwerkzeug zur Verfügung steht. Größere Schnitte bei der Entfernung dickerer Äste sollten stammnah angesetzt werden, ohne den Stamm selbst zu verletzen. “Erfrorene” Triebe sollten im Frühjahr nach dem letzten Frost entfernt werden. Da diese bei der Japanischen Säulenkirsche in der Regel im Zusammenhang mit Trockenperioden stehen, sollten Sie das Wurzelwachstum in tieferen Erdschichten durch seltenere und dafür reichlichere Wassergaben anregen.

Tipps

Da Japanische Säulenkirschen relativ anfällig für Krankheiten sind, sollten größere Schnittverletzungen des Stamms nach dem Entfernen von Ästen mit einem entsprechenden Wundverschlussmittel für Bäume behandelt werden.

Text: Alexander Hallsteiner
Artikelbild: CatherineL-Prod/Shutterstock

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