Die Japanische Zierkirsche – essbar oder giftig?

Häufig fällt vor allem im Frühjahr die blühende Japanische Zierkirsche ins Auge. Wer sie antrifft oder im eigenen Garten angepflanzt hat, fragt sich vielleicht, ob ihre Früchte essbar oder giftig sind. Hier die Auflösung!

Japanische Zierkirsche essbar

Die Früchte – eine weniger beliebte Alternative zu Süßkirschen

Sie sehen aus wie Wildkirschen. Ihre Farbe beschreibt ein Purpur bis Schwarz und sie reifen im Juli aus. Ihr Durchmesser liegt zwischen 0,8 und 1 cm. Ihre Form ist kugelig bis eiförmig. Es sind die Früchte der Japanischen Zierkirsche. Sie sind – entgegen des umherschweifenden Irrglaubens – nicht giftig.

Gern werden diese Früchte von hungrigen Vögeln verspeist. Doch der Großteil landet in den meisten Fällen auf dem Boden und vertrocknet. Kein Wunder: Diese Kirschen schmecken nicht wie bekannte Süßkirschen. Sie sind weniger süß und saftig, da sie nicht der Überzüchtung zum Opfer gefallen sind.

Wer auf den Genuss leckerer Kirschen aus ist, sollte lieber auf einen Sauer- oder Süßkirschenbaum zurückgreifen. Die Japanische Zierkirsche bildet auch bei viel Pflege selten Früchte aus und wenn Früchte erscheinen, ist ihre Anzahl in der Regel spärlich.

Die Blüten – ein hübsches und essbares Dekoelement

Neben den Früchten sind die zwischen Ende März und Anfang April erscheinenden Blüten der Japanischen Zierkirsche essbar. Sie sind süßlich-herb im Geschmack und können unter anderen verwendet werden:

  • für Salate
  • für Süßspeisen wie Vanillepudding und Eis
  • zum Dekorieren von Speisen
  • zum Naschen direkt vom Baum

Die Blätter – eine ungewöhnliche Zutat für Salate

Doch Ihre Zierkirsche besitzt noch weitere essbare Pflanzenteile. Wenn Sie offen für Neues sind, probieren Sie die Blätter aus. Das können Sie z. B. machen, wenn Sie die Pflanze im Frühjahr schneiden. Die Blätter sind essbar und besitzen ein kirschähnliches Aroma.

Sie werden am besten kurz nach dem Austrieb gepflückt, wenn sie noch mittelgrün und stark glänzend sind. Dann sind sie mild und ihre Konsistenz beim Kauen ist angenehm und nicht mürbe im Gegensatz zu älteren Blättern. Sie können sie beispielsweise für Salate und Smoothies verwenden.

Tipps & Tricks

Für ganz Mutige: Auch das Harz, das aus dem Holz der Japanischen Zierkirsche austritt, ist essbar und ein prima ‘Naturkaugummi’.

Text: Anika Gütt

Melde Dich für unseren Newsletter an

Erhalten Sie den monatlichen Gartenjournal Newsletter in Ihr E-Mail Postfach. Abmelden ist jederzeit möglich.