Schleifenblume

Schleifenblume richtig schneiden: Anleitung & Tipps

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Die Schleifenblume begeistert mit ihrem farbenfrohen Blütenflor und immergrünen Blättern. Dieser Artikel beleuchtet die richtige Schnitttechnik und die optimalen Zeitpunkte für den Rückschnitt, um die Gesundheit und Blütenpracht Ihrer Schleifenblume zu fördern.

Schleifenblume Rückschnitt
Ein regelmäßiger Rückschnitt der Schleifenblume verhindert ihr Wuchern

Der richtige Zeitpunkt für den Schnitt

Um die Blütenfülle und die Gesundheit Ihrer Schleifenblume zu unterstützen, sind regelmäßige Rückschnitte unerlässlich. Dabei kommt es auf den richtigen Zeitpunkt an:

  • Nach der Hauptblüte (spätes Frühjahr/Frühsommer): Nach der ersten üppigen Blüte, meist Ende Mai oder Anfang Juni, kürzen Sie die Staude um etwa zwei Drittel ihrer Höhe ein. Dieser Rückschnitt regt die Bildung neuer Blüten an und sorgt für eine kompaktere Wuchsform.
  • Sommer: Während der Sommermonate können Sie leicht verholzte Triebe als Stecklinge für die Vermehrung nutzen.
  • Herbst: Nach der Blüte im Herbst schneiden Sie die Pflanze zurück, sodass nur das immergrüne Laub erhalten bleibt. So beugen Sie einem Vergreisen der Pflanze vor und fördern einen kräftigen Neuaustrieb im kommenden Jahr.
  • Frühling (Februar): Ein Auslichtungsschnitt im Februar fördert ein harmonisches Wachstum und verjüngt die Pflanze. Kürzen Sie die Staude dabei auf die gewünschte Länge für das kommende Frühjahr.

Achten Sie darauf, nicht in das alte Holz zu schneiden, da die Schleifenblume aus diesem nur schwer neu austreibt und geschwächt werden kann.

So schneiden Sie richtig

Der Umfang des Rückschnitts sollte individuell auf den Zustand und das Alter Ihrer Schleifenblume abgestimmt sein.

  • Junge Pflanzen benötigen meist nur einen leichten Rückschnitt, um ihre natürliche Wuchsform zu erhalten.
  • Ältere Exemplare hingegen profitieren von einem stärkeren Rückschnitt, der sie verjüngt und zu neuer Blütenpracht anregt.
  • Buschiger Wuchs: Wünschen Sie sich eine besonders buschige Wuchsform, können Sie Ihre Schleifenblume etwas stärker zurückschneiden.

Umsetzung des Rückschnitts:

  • Entfernen Sie etwa ein Drittel bis die Hälfte der Triebe, um ein gesundes Wachstum und eine reiche Blüte im nächsten Jahr zu fördern.
  • Schneiden Sie dabei knapp oberhalb einer Blattachse oder eines neuen Triebes, um unschöne Stummel zu vermeiden.
  • Vermeiden Sie den Schnitt ins alte Holz, da die Pflanze aus diesem nur schwer neu austreibt.

Geeignete Werkzeuge

Um saubere Schnitte zu gewährleisten und die Pflanze zu schonen, ist die Wahl des richtigen Werkzeugs entscheidend:

  • Amboss-Schere: Eignet sich hervorragend zum Schneiden von verholzten und frischen Trieben. Die Amboss-Schere ermöglicht präzise Schnitte und minimiert das Risiko, die Pflanze zu quetschen.
  • Bypass-Schere: Für feinere Schnittarbeiten an frischen Trieben ist die Bypass-Schere die ideale Wahl. Sie sorgt für einen besonders sauberen Schnitt und fördert somit die Heilung der Schnittstellen.
  • Säge: Stark verholzte, dicke Äste, die mit einer Schere nicht mehr zu bewältigen sind, können Sie mithilfe einer Gartensäge sauber durchtrennen.

Pflege der Werkzeuge:

Reinigen Sie Ihre Werkzeuge vor und nach jedem Gebrauch gründlich, um Krankheitsübertragungen zu vermeiden. Schärfen Sie die Klingen regelmäßig, damit die Schnitte sauber bleiben und die Pflanze nicht unnötig verletzt wird.

Vermehrung durch Stecklinge

Vermehrung durch Stecklinge

Stecklinge sind eine einfache Methode zur Vermehrung der Schleifenblume im Spätsommer

Die Schleifenblume lässt sich leicht durch Stecklinge vermehren, die Sie im Spätsommer gewinnen:

  1. Stecklinge schneiden: Wählen Sie 5 cm lange, nicht blühende Triebe, die bereits leicht verholzt sind.
  2. Blätter entfernen: Entfernen Sie die unteren Blätter der Stecklinge, um Fäulnis vorzubeugen und das Wurzelwachstum zu fördern.
  3. Stecklinge einpflanzen: Setzen Sie die Stecklinge in Anzuchterde. Verwenden Sie Töpfe mit Drainagelöchern und stellen Sie diese an einen halbschattigen, windgeschützten Ort.
  4. Feuchtigkeit: Halten Sie die Anzuchterde gleichmäßig feucht, aber vermeiden Sie Staunässe.
  5. Wurzelbildung: Unter optimalen Bedingungen bilden sich innerhalb weniger Wochen Wurzeln.
  6. Überwinterung: Schützen Sie die jungen Pflanzen vor Frost.
  7. Auspflanzen: Ab März können Sie die bewurzelten Jungpflanzen an ihren endgültigen Standort im Garten setzen. Achten Sie darauf, sie weiterhin vor extremen Wetterbedingungen zu schützen, bis sie gut angewachsen sind.