Blaukissen

Blaukissen Pflege: Tipps für gesunden Wuchs & üppige Blüten

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Blaukissen sind pflegeleichte und attraktive Pflanzen, die in vielen Gärten gedeihen. Dieser Artikel beleuchtet die wichtigsten Aspekte der Blaukissen-Pflege, von Standortwahl und Bewässerung bis hin zur Vermehrung und Schädlingsbekämpfung.

Blaukissen gießen
Blaukissen kommen oft auch ohne Dünger aus

Blaukissen-Pflege: Wasserbedarf und Düngung

Blaukissen sind durch ihren geringen Wasserbedarf sehr pflegeleicht. In der Regel reicht der natürliche Niederschlag aus, um sie zu versorgen. Bei lang anhaltender Trockenheit oder großer Hitze sollten Sie jedoch zusätzlich gießen. Achten Sie darauf, dass der Boden durchlässig bleibt und vermeiden Sie Staunässe, um Wurzelfäule zu verhindern.

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Düngen Sie Blaukissen nur sparsam, da zu viel Dünger ihre Winterhärte beeinträchtigen kann. Eine leichte Gabe von organischem Dünger, wie Kompost, im Frühjahr oder kurz nach der Blüte, fördert das Wachstum und die Blütenbildung. Wenn die Pflanzen beginnen, kahl zu werden, kann humusreiches und sandiges Substrat helfen, die Bodengesundheit zu verbessern.

Blaukissen schneiden: Für eine buschige Form und reiche Blüte

Ein gezielter Rückschnitt nach der Blüte trägt zu einem gesunden und dichten Wuchs bei. Kürzen Sie die Triebe um etwa die Hälfte, um das Verkahlen zu vermeiden und die Pflanze zur dichten Wuchsform anzuregen. Verwenden Sie eine scharfe Gartenschere für saubere Schnitte.

Durch das Entfernen der verblühten Blütenstände verhindern Sie die Samenbildung, was dazu führt, dass die Pflanze Energie in das vegetative Wachstum lenkt. Unter idealen Bedingungen kann eine zweite Blüte im Sommer entstehen. Ein Rückschnitt vor dem Winter ist nicht erforderlich, da das alte Laub als natürlicher Schutz dient und von Insekten zum Überwintern genutzt wird. In rauen Lagen kann zusätzliches Abdecken mit Tannenreisig helfen, die Pflanzen vor starkem Frost zu schützen.

Blaukissen vermehren: Stecklinge und Teilung

Blaukissen lassen sich auf verschiedene Weise vermehren, wobei Stecklinge die sicherste Methode darstellen.

Vermehrung durch Stecklinge

Schneiden Sie im Frühling oder Spätsommer gesunde Triebe von der Mutterpflanze ab. Entfernen Sie die unteren Blätter der abgeschnittenen Triebe, sodass nur die oberen Blätter übrig bleiben. Stecken Sie die vorbereiteten Stecklinge in Anzuchterde, die mit etwa 20 % Sand gemischt ist. Halten Sie das Substrat konstant feucht, stellen Sie die Töpfe an einen hellen, aber nicht direkt sonnigen Platz. Nach etwa drei bis vier Wochen sollten sich Wurzeln gebildet haben, und die Jungpflanzen können umgetopft oder an ihren endgültigen Standort im Garten gepflanzt werden.

Vermehrung durch Teilung

Die Vermehrung durch Teilung kann erfolgreich sein, wenn einige Vorsichtsmaßnahmen beachtet werden. Streuen Sie im Frühjahr oder Sommer lockere Humuserde über die äußeren Neutriebe der Pflanzen, ohne die Blätter zuzudecken, und halten Sie die Erde konstant feucht. Nach mehreren Wochen haben die Triebe Wurzeln entwickelt, sodass sie im Spätsommer oder im frühen Frühjahr von der Mutterpflanze getrennt und an ihrem neuen Standort eingepflanzt werden können. Im ersten Winter sollten die neuen Pflanzen mit Nadelreisig abgedeckt werden, um sie vor Kälte zu schützen.

Blaukissen: Standort und Bodenbedingungen

Blaukissen bevorzugen einen vollsonnigen Standort und benötigen viel Licht, um eine reiche Blütenpracht zu entfalten. Sie mögen es mäßig trocken bis frisch und benötigen einen durchlässigen, kalkhaltigen und nährstoffreichen Boden. Ein sandig-lehmiger Untergrund bietet die besten Wachstumsbedingungen. Wenn Ihr Gartenboden schwer und lehmig ist, verbessern Sie die Drainage, indem Sie Sand oder Kies untermischen, um Staunässe zu vermeiden.

Die Pflanzen gedeihen auch an Mauerkronen, in Steingärten und auf sonnigen Hängen hervorragend. Achten Sie darauf, dass der pH-Wert des Bodens neutral bis leicht alkalisch ist; saure Böden sollten aufgekalkt werden.

Blaukissen: Krankheiten und Schädlinge

Blaukissen sind robuste Pflanzen, die selten von Krankheiten oder Schädlingen befallen werden. Am häufigsten tritt Wurzelfäule auf, die durch zu viel Feuchtigkeit im Boden verursacht wird. Eine gute Drainage ist daher unerlässlich. Pilzbefall kann bei unpassenden Feuchtigkeitsverhältnissen auftreten, zum Beispiel, wenn die Stauden zu dicht stehen oder das Laub länger feucht bleibt.

Um Problemen vorzubeugen, sorgen Sie für eine gute Durchlässigkeit des Bodens durch das Untermischen von Sand oder Kies, vermeiden Sie übermäßiges Gießen und halten Sie ausreichend Pflanzabstand, damit die Luft gut zirkulieren kann und das Laub schnell abtrocknet. Durch diese Maßnahmen bleiben Ihre Blaukissen gesund und widerstandsfähig.

Bilder: vicuschka / iStockphoto