Scharfer Hahnenfuß – Steckbrief des Ackerunkrauts

Scharfer Hahnenfuß ist nicht umsonst bei Landwirten und Gärtnern äußerst unbeliebt. Die Pflanze ist giftig und neigt dazu, sich stark auszubreiten. Dadurch verdrängt sie Rasen und wichtige Futterpflanzen. Kultivierte Sorten lassen sich aber auch im Garten pflegen. Ein Steckbrief.

Butterblume Steckbrief
Der Scharfe Hahnenfuß ist eine hübsche aber unbeliebt Giftpflanze

Scharfer Hahnenfuß – ein Steckbrief

  • Botanischer Name: Ranunculus acris
  • volkstümliche Namen: Butterblume, Hahnentritt
  • Familie: Hahnenfußgewächse – Ranunculaceae
  • Pflanzenform: ausdauernde Staude
  • Vorkommen: Wiesen, Äcker, verdichtete Böden
  • Höhe: 30 bis 100 cm
  • Blätter: grundständig, langgestielt, drei Hauptsegmente
  • Blüte: bis 2 cm Durchmesser
  • Blütenfarbe: goldgelb
  • Blütezeit: Mai bis September
  • Vermehrung: generativ (ausschließlich über Samen)
  • Winterhärte: vollständig winterhart
  • Giftigkeit: in allen Teilen giftig

Scharfen Hahnenfuß im Garten ziehen

Während der Scharfe Hahnenfuß auf Äckern und Weiden als giftiges Unkraut gefürchtet ist, gibt es doch auch einige Sorten, die sich für die Pflege im Garten eignen.

Die Sorte „multiplex“ beispielsweise bringt sehr schöne gefüllte Blüten hervor, die während der Blütezeit von April bis Juni für goldgelbe Farbeffekte sorgen.

Eine Ausbreitung ist nicht zu fürchten, da die Blüten von kultiviertem Scharfen Hahnenfuß steril sind. Die Vermehrung kann über Teilung der Stauden erfolgen.

Scharfen Hahnenfuß im Garten pflegen

Scharfer Hahnenfuß wächst bevorzugt an sonnigen bis halbschattigen Standorten in der Blumenrabatte. Die Staude lässt sich auch im Kübel ziehen.

Als Substrat reicht ein lehmiger, nicht zu trockener Gartenboden. Überhaupt mag es Scharfer Hahnenfuß lieber feucht als trocken.

Genau wie der wilde Vertreter dieser Art braucht Scharfer Hahnenfuß kaum Pflege. Gießen ist nur in sehr trockenen Sommern notwendig. Auf das Düngen kann ebenfalls verzichtet werden, da die Pflanze mit sehr wenig Nährstoffen auskommt.

Scharfer Hahnenfuß ist giftig

Scharfer Hahnenfuß, ob die wilden oder kultivierten Vertreter der Familie, ist in allen Teilen giftig. Schon der beim Schneiden austretende Pflanzensaft kann Hautreizungen hervorrufen. Beim Pflegen der Pflanze sollten deshalb grundsätzlich Handschuhe getragen werden.

Wird die Pflanze versehentlich gegessen, machen sich Vergiftungserscheinungen wie Erbrechen, Durchfall und erhöhter Puls bemerkbar.

Kinder sollten dazu angehalten werden, diese Blumen nicht zu pflücken.

Tipps

Die Bekämpfung von Scharfem Hahnenfuß ist nicht ganz einfach. Befallene Wiesen- und Rasenflächen müssen frühzeitig gemäht werden, damit sich keine Blüten und dadurch auch keine Samen bilden können.

Text: Sigrid Hestermann
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