Pflanze des Monats: Die Schachbrettblume

Das auch als Kibitzblume bekannte Zwiebelgewächs bezaubert mit einzigartig gemusterten Blüten, die ein exaktes Schachbrettmuster in Weiß oder Violett aufweisen. Sie verwildert gerne, beispielsweise in feuchten Wiesen oder am Rand des Gartenteichs, und bildet hier dichte Blütenteppiche.

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Die Schachbrettblume gehört zur Familie der Liliengewächse

Pflanzensteckbrief:

  • Botanischer Name: Fritillaria meleagris
  • Ordnung: Lilienartige (Liliales)
  • Familie: Liliengewächse (Liliaceae)
  • Unterfamilie: Lilioideae
  • Gattung: Fritillaria
  • Art: Schachbrettblume
  • Wuchstyp: Zwiebelpflanze
  • Wuchshöhe: 25 bis 35 Zentimeter
  • Wuchsbreite: 10 bis 20 Zentimeter
  • Laub: Ganzrandig, lang, zugespitzt, dunkelgrün
  • Blütenform: Einzelne, endständige Glocken
  • Blütenfarbe: Violett, rosa, weiß, selten rot
  • Blütezeit: April und Mai

Natürliches Vorkommen

Die Schachbrettblume wächst wild in weiten Teilen Europas bis in den Kaukasus hinein. Sie finden die hübsche Zwiebelpflanze hier auf Feuchtwiesen, in Auen oder lichten Wäldern. Leider ist sie in der freien Natur vom Aussterben bedroht und steht unter strengem Naturschutz.

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Standort und Boden

Setzen die Schachbrettblume an einen sonnigen bis halbschattigen Platz. Der Untergrund darf gerne recht feucht sein, denn dies entspricht ihren natürlichen Vorlieben. Findet die Kibitzblume optimale Bedingungen vor, verwildert sie willig und bildet attraktive Blütenteppiche. Nach der Blüte zieht sie ein. Sorgen Sie deshalb im Blumenbeet für eine entsprechende Nachfolgebepflanzung.

Pflanzung

Um sich im Frühjahr an den Blüten erfreuen zu können, müssen Sie die Zwiebel im Herbst fünf bis acht Zentimeter tief in die Erde bringen. Halten Sie einen Pflanzabstand von fünfzehn Zentimeter ein, damit die Kiebitzblume einen guten Start hat.

Der Boden muss konstant feucht gehalten werden. Bedecken Sie die Pflanzstelle im ersten Jahr mit Fichtenreisig, um die jungen Zwiebeln vor Kälte und Trockenheit zu schützen.

Pflegetipps

Im August zieht die Schachbrettblume ein und beginnt etwa im September mit dem Wurzeltrieb. Schneiden Sie verwelkte Laubblätter deshalb keinesfalls ab, da die Zwiebelpflanze diese benötigt, um Nährstoffe zu speichern.

Die Zwiebel können Sie in der Erde belassen, denn die Kiebitzblume ist vollständig winterhart. Düngergaben nach der Blüte sind nicht erforderlich.

Die Erde am Standort darf niemals ganz austrocknen. Im Frühjahr wird etwas vollreife Komposterde in den Boden eingearbeitet, die der Pflanze Kraft für den Neuaustrieb spendet.

Tipps

Die zarte Schachbrettblume ist giftig. Tragen Sie aus diesem Grund bei der Pflege stets Gartenhandschuhe und achten Sie darauf, dass Kinder oder Haustiere nicht von den Blüten und Blättern naschen.

Text: Michaela Kaiser

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