Wissenswertes über Salweide in Steckbriefform

Salweide gehört zu der Gattung Weiden aus der Familie der Weidengewächse. Ihre Blüten erscheinen lange vor dem Blattaustrieb und kündigen den Frühling an. Die Blüten werden Weidenkätzchen genannt und hierzulande vor allem als wichtige Bienennahrungsquelle geschätzt.

Salweide Merkmale
Die Salweide ist ein sehr dekorativer, winterharter Baum
Nächster Artikel Salweide – Starker Schnitt gleich nach der Blüte sinnvoll

Salweide ist nicht nur eine wertvolle Futterquelle für Insekten. Bei Menschen ist die früh im Jahr blühende Pflanze ebenfalls beliebt. Wegen ihrer flauschigen Blüten wird sie zärtlich Kätzchenweide oder Palmkätzchen genannt und gern für Ostergestecke verwendet.

Lesen Sie auch

Systematik und Beschreibung

  • Art: Salweide, auch Sal-Weide (Salix caprea)
  • Gattung: Weiden (Salix)
  • Familie: Weidengewächse (Salicaceae)
  • Wuchs: als sommergrüner, aufrechter, mäßig verzweigter Baum oder auch als Strauch. Die Bäume erreichen Höhen von bis zu 10 m, die Sträucher sind mit ca. 3-5 m kompakter.
  • Rinde: grau bis schwarzbraun und mit Längsrissen versehen.
  • Blätter: länglich mit eingesenkten Blattnerven, im Sommer auf der Oberseite dunkelgrün, auf der Unterseite silbrig schimmernd, im Herbst verfärben sie sich gelb-braun.
  • Blüten: Die Salweiden tragen entweder nur männliche oder nur weibliche Blüten. Die sogenannten Weidenkätzchen sind anfangs silbrig pelzig, später leuchtend gelb.

Verbreitung und Verwendung

Salix caprea kommt sowohl in Mittel- als auch in Nord- und Südeuropa sowie in den meisten Teilen Asiens vor. Außer der Verwendung als Bienentrachtpflanze werden die Salweiden auch gern an Straßenrändern sowie zur Hang- und Uferbefestigung gepflanzt. Sie wachsen als Pioniergehölze auf Schuttplätzen und Halden. Ihre Rinde enthält Gerbstoffe, daher hat die Salweide auch in der Heilkunde Bedeutung.

Standort, Anzucht und Pflege

Salweide bevorzugt einen sonnigen Standort, verträgt aber auch lichten Schatten. Der Boden sollte nährstoffreich und frisch sein. Salix caprea ist absolut frosthart und kann gepflanzt werden, sobald der Boden nicht mehr gefroren ist. Im Frühjahr nach der Blüte kann ein kräftiger Rückschnitt vorgenommen werden, bei Bedarf kann im Sommer noch einmal mäßig nachgeschnitten werden. Die Vermehrung erfolgt über Stecklinge.

Tipps

Salix caprea eignet sich nicht besonders gut für lebende Zelte oder Tipis, da sie sich schlecht flechten lässt und leicht bricht. Für diese Zwecke verwendet man besser die Korbweide (Salix viminalis).

Text: Olivia Sommer

Melde Dich für unseren Newsletter an

Erhalten Sie den monatlichen Gartenjournal Newsletter in Ihr E-Mail Postfach. Abmelden ist jederzeit möglich.