Rutenhirse richtig pflegen – So kommt das Ziergras ganz groß raus

Wenn sich die Rutenhirse im Spätsommer mit federzarten Blütenähren herausputzt, die sich über elegant gebogenen Halmen wiegen, haben Sie als Gärtner alles richtig gemacht. Wie einfach sich der Weg dorthin gestaltet, vermittelt diese Anleitung zur Pflege von Panicum virgatum.

Rutenhirse gießen
Kleinere Rutenhirsen brauchen mehr Wasser als ältere Ziergräser

Sollte ich die Rutenhirse regelmäßig gießen?

Mit zunehmendem Alter nimmt der Gießbedarf ab. Eine frisch gepflanzte Rutenhirse gießen Sie bitte regelmäßig, sobald die Erdoberfläche angetrocknet ist. So verfahren Sie in den ersten beiden Jahren weiter. Eine gut etablierte Panicum virgatum sollte bei sommerlicher Trockenheit ein bis zwei Mal pro Woche durchdringend gewässert werden. Ansonsten begnügt sich das Ziergras mit dem normalen Regenaufkommen.

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Verlangt das Ziergras nach Dünger?

Je nährstoffreicher der Boden, desto prachtvoller das Farbenspiel einer Rutenhirse. Düngen Sie das Ziergras daher von März bis September alle 4 Wochen mit Kompost oder Flüssigdünger. Harken Sie Kompost, Hornspäne,(32,93€ bei Amazon*) Rindenhumus oder Guanogranulat leicht in die Wurzelscheibe ein und gießen nach. Im Kübel geben Sie den Flüssigdünger einfach ins Gießwasser.

Wann und wie wird die Rutenhirse geschnitten?

Die abgestorbenen Halme schützen im Winter das Herz der Pflanze vor Nässe und Kälte. Darüber hinaus dient die Rutenhirse zahlreichen Nützlingen als sicherer Unterschlupf für den Winterschlaf. So schneiden Sie das Ziergras richtig:

  • Im März die Rutenhirse bis Handbreit über dem Boden zurückschneiden
  • Hierzu die Halme in Büscheln erfassen und abschneiden

Achten Sie bitte streng darauf, dass noch kein Austrieb zu sehen ist. Schneiden Sie in die frischen Grashalme, ist die Optik für den Rest des Jahres verschandelt, weil sich die Schnittwunden braun verfärben.

Ist Winterschutz sinnvoll?

Die Rutenhirse ist winterhart bis – 28 Grad Celsius. Permanente Nässe im Horst verursacht hingegen Wurzelfäulnis. Schneiden Sie die abgestorbenen Halme daher nicht im Herbst zurück, da sie das Pflanzenherz schützen. Im Beet sind darüber hinaus keine weiteren Vorkehrungen zu treffen. Kübel stellen Sie auf einen Holzblock und umhüllen das Gefäß mit Jutebändern, Vlies oder Noppenfolie.

Tipps

Mit mannshohen Herbstblühern geht die Rutenhirse im großen Garten eine wunderbare Nachbarschaft ein. Arrangieren Sie das elegante Ziergras gemeinsam mit dem 150-190 cm großen Kandelaber-Ehrenpreis ‚Lavendelturm‘ und der 140-180 cm hohen, weißen Oktober-Margerite, sind Ihnen bewundernde Blicke über den Gartenzaun gewiss.

Text: Paula Jansen

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