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Die Gespinstmotte lässt sich sehr leicht an ihren Gespinsten erkennen

Diese Krankheiten können dem Rotdorn zum Verhängnis werden

Der Rotdorn ist nicht nur eine zünftige, farbprächtige Schönheit unter den Heckenpflanzen, sondern auch vollkommen frosthart und stadtluftverträglich. Die ein oder andere Krankheit kann dem Rosengewächs allerdings zu Leibe rücken.

Ein roter Abkömmling des Weißdorns

Als Echter Rotdorn wird die Zuchtsorte Paul’s Scarlet des Crataegus laevigata – des Zweigriffligen Weißdorns – angesehen. Es handelt sich also um eine karminrot blühende Kulturform dieses heimischen Heckengehölzes. Dementsprechend hat der Rotdorn auch ganz ähnliche Eigenschaften und Ansprüche – so erfreut er mit dem weißdorntypischen, dekorativ gelappten Blattwerk und liebt die Sonne und nährstoffreiche, kalkige Böden genauso wie sein weiß blühender Ahn.

Ähnliche Krankheitsrisiken

Feuerbrand

Leider hat der Rotdorn aber auch gewisse Krankheitsrisiken mit dem Weißdorn gemein. Zwar ist er sehr tolerant gegenüber Frost und Stadtluft, dafür aber anfällig für den Feuerbrand. Diese Bakterienkrankheit ist sehr gefährlich und muss wegen ihres starken Übertragungspotenzials auf andere Rosengewächse, vor allem Kernobstgehölze, auch beim Pflanzenschutzamt gemeldet werden.

Ist ein Rotdorn infiziert, zeigt er dunkel verfärbte Zweige und vertrocknete, wie verbrannt aussehende Triebspitzen.

Leider ist diese Krankheit nicht gut heilbar und darum auch so gefürchtet. Ohne Gegenmaßnahmen sterben Rotdorne nach ein bis zwei Jahren ab, Jungpflanzen werden schon nach zwei bis drei Wochen dahingerafft.

Wird die Krankheit diagnostiziert (was eindeutig nur im Labor geschehen kann), müssen die erkrankten Pflanzenteile sehr großzügig herausgeschnitten werden. Bei stärkerem Befall ist eine Rodung notwendig. Das infizierte Material sollte möglichst verbrannt werden, bei größeren Mengen gegebenenfalls in einer Müllverbrennungsanlage.

Um dem Feuerbrand vorzubeugen, können Sie vor allem in der riskantesten Zeit im Sommer bei feuchtwarmer Witterung spezielle Hefepräparate anwenden, die den Erreger am Eindringen in die Pflanze hindern.

Zum Merken:

  • Feuerbrand sehr infektiöse, meldepflichtige Bakterienkrankheit
  • Bei Befall großzügiger Rückschnitt bzw. Rodung nötig
  • Erkranktes Pflanzenmaterial verbrennen
  • Zur Vorbeugung: Hefepräparate

Gespinstmotte

Ein weiteres Risiko für die Gesundheit des Rotdorns ist die Gespinstmotte. Sie zerfrisst die Blätter der Pflanze und überzieht sie mit auffälligen, weißen Gespinsten.

Bekämpfen lässt sich ein Befall am besten zunächst mechanisch, indem Sie den Rotdorn mit einem starken Wasserstrahl abspritzen. Effektiv, wenn auch mühsam ist es, im Spätwinter die noch verpuppten Raupen von den Zweigen abzukratzen. Pflanzenschutzmittel können bei schon geschlüpften Gespinstmotten durch die dann entstehenden Gespinste schlecht zu den Schädlingen vordringen – in dem Fall erst die Gespinste händisch entfernen.

Text: Caroline Strauss Artikelbild: Kazakov Maksim/Shutterstock

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