Kopfstecklinge eignen sich am besten zur Vermehrung von Rispenhortensien

Rispenhortensie einfach über Stecklinge vermehren

Rispenhortensien lieben die Sonne, gedeihen jedoch auch im Halbschatten und lieben einen frischen, nährstoffreichen Boden. Sie lassen sich leicht durch Absenken oder Stecklinge vermehren. Letztere Methode ist rascher und liefert zahlreiche Jungpflanzen - ein wunderbarer Blickfang für Ihren Garten.

Früher Artikel Für ein gutes Wachstum und prächtige Blüten: Rispenhortensien richtig pflegen

Stecklinge auswählen

Bei der Stecklingsvermehrung ist längst nicht jeder Trieb zur Vermehrung geeignet, da nur ein bestimmter Pflanzenteil in der Lage ist, Wurzeln und damit eine neue Pflanze zu bilden. Bei den Rispenhortensien nehmen Sie am besten diesjährige, bereits verholzte Seitentriebe, die nicht geblüht haben bzw. keine Blütenknospen aufweisen. Dabei sollten Sie Kopfstecklingen – d. h. Triebspitzen – den Vorzug geben. Nehmen Sie Stecklinge immer nur von gesunden und kräftigen Mutterpflanzen, da die Ableger einer schwächlichen Mutter ebenfalls mickrig wachsen werden. Schließlich sind die Stecklinge immer genetisch identisch mit ihrer Ursprungspflanze.

Wann ist der beste Zeitpunkt für die Stecklingsvermehrung?

Eigentlich werden Hortensien am leichtesten vermehrt, kurz nachdem sie verblüht sind. Da jedoch viele Rispenhortensien bis in den Oktober hinein blühen, wird der Vermehrungszeitpunkt vorgezogen – im Herbst geschnittene Hortensienstecklinge gedeihen sehr oft nicht oder nur kümmerlich. Sie können die gewünschten Stecklinge zwischen Juni und Anfang September schneiden. Etwa ab Mitte bis Ende August sind die Triebe verholzt und eignen sich somit für die Stecklingsvermehrung.

Vorbereiten der Stecklinge

Damit die Vermehrung auch gelingt, müssen Sie zunächst einige Vorbereitungen treffen. Dabei sollten Sie zunächst einen Großteil der Blätter vor der Pflanzung entfernen, um den Feuchtigkeitsverlust sowie die Krankheitsanfälligkeit zu begrenzen. Meist genügt es, die obersten beiden Blätter stehen zu lassen. Schneiden Sie die Schnittstelle möglichst schräg an, so erleichtern Sie dem Trieb später die Wasseraufnahme. Stecklinge werden übrigens immer unterhalb einer deutlich sichtbaren Knospe (Auge) geschnitten.

Stecklinge einpflanzen

Pflanzen Sie nun die vorbereiteten Stecklinge entweder unter Glas ins Frühbeet oder in einzelne Töpfe. Die jungen Pflänzchen gedeihen bei einer Umgebungstemperatur von ca. 15 °C am besten, sollten daher auf keinen Fall draußen überwintern. Am besten stellen Sie sie an einen hellen Ort (z. B. auf die Fensterbank). Als Pflanzsubstrat hat sich eine Mischung aus je einem Drittel feinem Torf, Sand und Moorbeeterde bewährt.

Die richtige Pflege der Stecklinge

Sobald sich neue Triebe zeigen und so eine Bewurzelung signalisieren, topfen Sie die Stecklinge in eine Mischung aus zwei Drittel Kompost- und einem Drittel Moorbeeterde um. Sie sollen im Winter kühl, aber frostfrei stehen. Möchten Sie die Jungpflanzen später als blühende Topfpflanzen verwenden, so können Sie – um die Verzweigung anzuregen – die Triebspitze einkürzen, sobald sich drei Blattpaare gebildet haben.

Tipps & Tricks

Fürs Freiland bestimmte Rispenhortensien werden im nächsten Frühjahr an einen geschützten Ort und nach dem Laubfall im Herbst an Ort und Stelle gepflanzt.

Text: Ines Jachomowski

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