Wie oft brauchen Rasenmäher einen Ölwechsel? – Tipps & Tricks

Regelmäßiges Nachfüllen von Motoröl reicht nicht aus. Mit jedem Rasenmähen büßt das Öl an Schmierfähigkeit ein durch Wärmeeinwirkung und Schmutzpartikel. Ein Ölwechsel behebt das Problem und trägt maßgeblich bei zu einer langen Lebensdauer Ihres wertvollen Benzin-Mähers. Dieser Ratgeber gibt Tipps, wie oft ein Austausch von Motoröl sinnvoll ist und erklärt, wie es geht.

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Ein Ölwechsel sollte einmal im Jahr erfolgen

Jährlicher Ölwechsel ist gut – alle 25 Betriebsstunden ist besser

Frisch eingefüllt, schimmert Motoröl im Kurbelgehäuse gold- bis bernsteinfarben. Hitze, Schmutz, Staub und Grasreste lassen das Öl verdunkeln, was die Schmierfähigkeit zusehends beeinträchtigt. Je schwieriger die Bedingungen beim Rasenmähen, desto rascher verliert Rasenmäheröl seine Effektivität. In der Praxis haben sich daher folgende Intervalle für einen Ölwechsel bewährt:

  • Handelsüblicher 4-Takt-Rasenmäher mit normaler Nutzung: ein Mal im Jahr, idealerweise im Frühjahr
  • Stark beanspruchter Benzin-Mäher: alle 25 Betriebsstunden
  • Neu eingefahrener Rasenmäher: erster Ölwechsel nach 5 bis 6 Stunden Betriebszeit

Besitzen Sie einen der selten gewordenen Rasenmäher-Typen mit 2-Takt-Motor, wird das Öl gleichzeitig mit dem Benzin verbrannt, sodass ein Ölwechsel hier nicht zum Pflege- und Wartungsprogramm zählt.

Rasenmäher-Öl richtig wechseln – darauf sollten Sie achten

Ein Ölwechsel am Rasenmäher sollte stets am warmen Motor erfolgen, weil auf diese Weise mehr Schwebeteilchen entfernt werden, als bei kaltem Motor. Neben der richtigen Öl-Sorte, ist ein Auffangbehälter das wichtigste Utensil. So gehen Sie fachkundig vor:

  • Rasenmäher starten und einige Minuten laufen lassen
  • Den Motor abstellen und Zündkerzenstecker ziehen
  • Auffangbehälter unter die Ölwanne stellen
  • Ölablass-Schraube entgegen dem Uhrzeigersinn aufdrehen
  • Das gesamte Altöl in den Auffangbehälter laufen lassen

Drehen Sie die Ölablass-Schraube anschließend im Uhrzeigersinn fest zu. Öffnen Sie nunmehr den Einfüllstutzen. Mithilfe eines Trichters füllen Sie das frische Öl ein bis knapp unterhalb der Maximal-Markierung im Tank und setzen den Deckel auf. Starten Sie den Rasenmäher nochmals, um den Motor im Leerlauf auf Leckagen zu untersuchen.

Tipps

Reinigen Sie nach dem Ölwechsel Ihren Rasenmäher sorgfältig. Schon kleinste Rückstände auf dem Mähdeck verbrennen beim nächsten Rasenmähen als blau-weißer Qualm und jagen Ihnen einen ordentlichen Schrecken ein. Wischen Sie das Gerät daher gründlich ab mit einem feuchten Lappen und einem Reiniger mit Fettlösekraft.

Text: Paula Jansen
Artikelbild: romarti/Shutterstock
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