So befestigen Sie ein Rankgitter

Wer eine Fassade begrünen möchte, sollte sich über die richtige Befestigung Gedanken machen. Je nach Untergrund empfehlen sich unterschiedliche Konstruktionen, die der Kletterhilfe Stabilität verleihen. Dabei kommen Kabelbinder, Rohrschellen oder Dübel zum Einsatz.

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An der Fassade sollten Rankgitter mit hochwertigen Dübeln festgeschraubt werden

Geländer, Zäune und Rohre

Konstruktionen wie Balkongeländer, Umzäunungen oder Regenfallrohre bieten eine ideale Basis für eine Bepflanzung. Hier können Sie das Rankgitter mit Kabelbinder befestigen, sofern Sie keine Gewächse mit dicken Ästen verwenden. Rohrschellen dienen als langlebigere und stabilere Alternative. Fallrohre lassen sich hinter halbrunden Rankhilfen verstecken, die Sie ebenfalls mit Schellen anbringen.

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Stützpfeiler und Pfosten

Leichte Spaliere, die eine geringe Angriffsfläche für Wind bieten, befestigen Sie mit einem Bodenanker oder Einschlagbodenhülsen im Untergrund. Soll das Klettergerüst ein höheres Gewicht tragen, ist eine Verankerung der tragenden Säulen wichtig. Ein Fundament sorgt dafür, dass die Bepflanzung über viele Jahre stabil wächst. Säulen- oder Schalungssteine sind ideal geeignet, um den Pfeilern einen sicheren Halt zu geben.

Fundament gestalten:

  • fünf bis zehn Zentimeter tiefe Grube ausheben
  • Boden mit Beton bedecken und Schalungsstein setzen
  • Pfosten positionieren und Hohlraum mit Betonmasse auffüllen

Hauswand

Damit das Spalier sicher an der Wand hält, müssen Sie Spezialdübel verwenden. Bei leichten Konstruktionen reichen Kragendübel aus. Krallen sorgen für einen sicheren Halt, während der Kragen ein Tiefrutschen bei der Montage verhindert. Möchten Sie Kletterpflanzen mit einem höheren Eigengewicht am Rankgitter anpflanzen, empfehlen sich Langdübel. Sie zeichnen sich durch eine höhere Biegefestigkeit aus und gewährleisten eine tiefere Verankerung. Auf diese Weise halten sie der senkrechten Belastung problemlos stand.

Tipp

Je nach Pflanzenart müssen Sie auf einen Abstand zwischen drei und 20 Zentimeter zwischen Spalier und Hauswand achten. Dadurch verhindern Sie, dass sich Feuchtigkeit ansammelt.

Werkzeug

Ein Universalbohrer dient zum Bohren von Löchern in Holz, Keramik, Fliesen oder Metall. Besteht die Fassade aus härteren Materialien wie Klinker, Beton oder mittelharten Natursteinen, empfiehlt sich ein Schlagbohrer. Bei verputztem Mauerwerk muss die Schlagfunktion nicht eingeschaltet werden. Mauerwerke und besonders harte Wände lassen sich mit einem Hammerbohrer bearbeiten. Seine Schlagkraft reicht zum Löcherbohren in verschiedene Steinarten aus. Hartmetalle bohren Sie mit einem Zweischneidenbohraufsatz an.

Text: Christine Riel
Artikelbild: penphoto/Shutterstock

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