Die optimale Pflege für die Prachtscharte im eigenen Garten

Die Prachtscharte (Liatris spicata) lockt mit ihren weißen oder violett-rötlichen Blütenständen zwischen Juli und September viele majestätisch schwebende Schmetterlinge in das eigene Staudenbeet. Dabei ist die durchaus exotisch anmutende Pflanze in der Pflege deutlich weniger aufwändig, als Sie vielleicht glauben würden.

Liatris spicata pflegen
Die Prachtscharte gedeiht am besten in der Sonne und bei wenig Nässe
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Wie oft sollte man die Prachtscharte gießen?

Da die Prachtscharte die bei schweren Böden oft auftretende Staunässe nur sehr schlecht verträgt, sollten Standorte mit verdichtetem Untergrund zunächst mit Kompost, Sand oder Kies etwas aufgelockert werden. Allerdings sollte der unterirdische Teil der Pflanze auch möglichst nie ganz austrocknen. In länger andauernden Trockenphase ist daher anzuraten, mindestens alle zwei bis drei Tage mäßig zu gießen.

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Wann kann die Prachtscharte umgetopft werden?

Im Topf kultivierte Exemplare sollten möglichst im Frühjahr nach den letzten Nachtfrösten umgetopft werden.

Wann und wie wird die Prachtscharte geschnitten?

Die Prachtscharte kann grundsätzlich als Schnittblume geschnitten werden, das welke Laub kann aber auch im Herbst oder Frühjahr mit einer scharfen Gartenschere (20,49€ bei Amazon*) entfernt werden. Ein Rückschnitt direkt nach der Blüte kann möglicherweise in einer zweiten Blütezeit im selben Jahr resultieren.

Welche Schädlinge und Krankheiten treten bei der Prachtscharte auf?

Die robuste Prachtscharte bleibt in der Regel von jeglichen Schädlingen und Krankheiten verschont. Mangelerscheinungen lassen sich meist durch ein Problem mit den folgenden Wachstumsfaktoren begründen:

  • zu wenig Licht
  • ein zu wenig warmer Standort
  • mangelnde Nährstoffe im Substrat
  • Staunässe

Muss man die Prachtscharte düngen?

Werden im Kübel gezogene Prachtscharten umgetopft, kann im selben Arbeitsschritt gleich ein Langzeitdünger unter das Substrat gemischt werden. Ansonsten ist es bei der Prachtscharte ausreichend, alle zwei bis vier Wochen (nur bis maximal August) einen Volldünger zu verabreichen oder regelmäßig Kompost und Mulch als Nährstofflieferant zu verwenden.

Wie kommt die Prachtscharte ohne Probleme durch den Winter?

Da das Überdauerungsorgan der Prachtscharte unter der Erdoberfläche liegt, ist diese auch hierzulande bei Freilandkultur problemlos winterhart. Damit die idealerweise auch im Freien überwinternden Prachtscharten in der Kübelkultur nicht so stark von Frosttemperaturen in Mitleidenschaft gezogen werden, ist auf möglichst großes Innenvolumen der verwendeten Pflanztöpfe zu achten. Liegen die Wurzeln der Prachtscharte sehr nah an der inneren Seite der Zopfwand an, so können die folgenden Schutzfaktoren das Überleben der Winterpause wahrscheinlicher machen:

  • das Unterlegen einer Styroporplatte zwischen Topf und Boden
  • eine richtig dosierte Wasserversorgung (insbesondere in Bezug auf Kahlfröste oder Staunässe)
  • das Einwickeln in Gartenvlies (29,90€ bei Amazon*) oder Schutzfolie
  • das rechtzeitige Auspacken der Prachtscharte im Frühjahr

Tipps

Sie können den Gießaufwand für die im Garten angesiedelten Prachtscharten deutlich verringen, wenn Sie vor der Pflanzung eine Mulchschicht am gewählten Standort auf den Boden aufbringen. Diese speichert nicht nur ein gewisses Maß an Feuchtigkeit, sondern Sie schützt den Boden auch besser vor der Austrocknung durch Wind und Sonne.


Text: Alexander Hallsteiner

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