Physalis Samen selbst gewinnen

Pflanzen der Gattung Physalis sind sehr dekorativ, so etwa die auch bei uns heimische Lampionblume, oder liefern leckere, vitaminreiche Früchte wie beispielsweise die Andenbeere (auch als Kap-Stachelbeere bekannt) oder die Ananaskirsche. Die üppig wachsenden Sträucher lassen sich recht unkompliziert aus selbst gewonnenen Samen heranziehen.

Physalis Samen

Samen trocknen

Die Samen für die gewünschte Physalis-Art (Achtung: Die Früchte der Lampionblume sind nicht essbar!) bekommen Sie in jeder gut sortierten Samenhandlung, in Garten-Centern oder auch im Internet. Doch anstatt dafür viel Geld auszugeben, können Sie die Sämereien auch selbst gewinnen. Dazu können Sie die Früchte aus dem eigenen Garten (oder Nachbars Garten) ebenso verwenden wie die gekauften Beeren aus dem Supermarkt. Wichtig ist nur, dass die Früchte gänzlich reif sind. Die Reife können Sie an der kräftigen orangeroten Farbe erkennen.

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Samen aus Physalis-Früchten gewinnen und trocknen

Und so gewinnen Sie den gewünschten Physalis-Samen aus der Frucht:

  • Schneiden Sie die reife Physalis einmal in der Mitte durch.
  • Pulen Sie vorsichtig die Samenkerne aus dem Inneren der Frucht heraus.
  • Nehmen Sie dafür einen Zahnstocher o. ä. zu Hilfe.
  • Entfernen Sie das Fruchtfleisch von den Samen, am besten eignet sich dafür lauwarmes Wasser.
  • Breiten Sie die Samen auf einem Küchentuch aus und lassen Sie sie abtropfen.
  • Nehmen Sie anschließend ein neues Küchentuch und breiten Sie die abgetrockneten Samen darauf aus.
  • Lassen Sie die Samen mehrere Tage trocknen.
  • Verpacken Sie die getrockneten Samen in eine kleine Tüte und bewahren Sie diese an einem dunklen und kühlen Ort auf.

Sie können die so gewonnenen Physalis-Samen im Folgejahr entweder zum Vorziehen ab Februar / März oder zur Direktaussaat ins Freie verwenden.

Alternative Aussaat

Allerdings ist die oben beschriebene Samengewinnung eigentlich gar nicht notwendig. Im Prinzip genügt es, im Herbst einige reife (zuvor ein wenig zerquetschte) Früchte auf dem gewünschten Pflanzort zu Boden fallen zu lassen bzw. diese mit ein wenig Erde zu bedecken. Die so bereits im Herbst ausgesäten Physalis werden recht zuverlässig keimen. Doch Vorsicht: Diese Methode eignet sich nur für die winterharten Sorten wie z. B. die Lampionblume. Die Wärme liebende Andenbeere dagegen verträgt keinen Frost, weshalb ihre Samen den Winter besser getrocknet überstehen. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, einfach einige Früchte auf den Kompost zu packen – dieser spendet durch den Gärungsprozess viel Wärme und bringt die Samen daher gut zum Keimen.

Tipps & Tricks

Probieren Sie doch einmal die hierzulande wenig bekannte Ananaskirsche (Physalis pruinosa). Diese aus Nordamerika stammende Physalis-Art wird nicht ganz so hoch wie die Andenbeere und überzeugt mit kleinen, ananasähnlich schmeckenden Früchten.

IJA

Text: Ines Jachomowski

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