Wie Sie Pflasterfugen füllen können

Damit Gartenwege oder gepflasterte Einfahrten und Hauseingänge stabil sind, ist eine Fugenfüllung notwendig. Nicht gefüllte Zwischenräume lassen die Fläche unfertig wirken. Es gibt verschiedene Materialien, die sich im Preis unterscheiden und unterschiedliche Vorzüge bieten.

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Pflasterfugen können fest versiegelt oder mit durchlässigen Materialien gefüllt werden

Materialien zur Fugenfüllung:

  • Fugensand: günstig und leicht zu verarbeiten
  • Quarzsand: schöne Optik und einfache Verarbeitung
  • Gesteinsmehl: gute Stabilität und trockenes Einfüllen
  • Fugenmörtel: optimale Versiegelung

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Fugensand

Sand hat eine grobkörnige Struktur und begünstigt das Versickern von Regenwasser. Kalk- oder Brechsand sind empfehlenswerte und preisgünstige Produkte. Sie werden im feuchten Zustand verarbeitet, damit die Partikel in die Zwischenräume einsickern und sich besser verfestigen. Fugensand hat den Nachteil, dass mit der Zeit Wildkräuter aufkommen. Wegen der geringen Stützeigenschaften eignet sich das Füllmaterial für große Flächen, die mit Kopfsteinpflaster bedeckt werden.

Quarzsand

Dieser Sand bietet den Vorteil, dass Sie die Fugen klein halten können. Die Korngröße begünstigt ein gutes Einsickern beim Ausfugen, wodurch die verlegten Steine stabiler liegen. Das Substrat wird häufig wegen der weißen Optik verwendet. Allerdings neigt es mehr zum Verschmutzen und die Reinigung gestaltet sich schwierig. Der Unkrautbewuchs ist nicht zu unterschätzen.

Gesteinsmehl

Dieses Füllmaterial ist auch unter der Bezeichnung Basaltmehl bekannt und hat ein dunkles Aussehen. Es hat ähnliche Eigenschaften wie Quarzsand,(26,00€ bei Amazon*) wobei die Stützwirkung höher ist. Im Gegensatz zu Sand wird das Gesteinsmehl (19,00€ bei Amazon*) nicht feucht eingefüllt. Um das Risiko von Klumpenbildung zu minimieren, sollten Sie das Substrat trocken einkehren. Der Nachteil besteht in einem höheren Preis.

Fugenmörtel

Dieses Material ist die teuerste Füllung. Um einen Wildkrautbewuchs zu vermeiden, sollten Sie zu einem Pflasterfugenmörtel auf Kunstharzbasis greifen. Ein solches Produkt versiegelt die Oberfläche, sodass Unkrautsamen nicht mit ihren Wurzeln eindringen können. Die Fugen lassen sich einfach reinigen, denn die Füllung wird nicht aufgeschwemmt. Auf großen Flächen erweist sich Fugenmörtel als nachteilig, da Wasser nicht ausreichend versickert. Die Verarbeitung ist aufwändig und Sie müssen beim Verlegen der Steine auf Dehnungsfugen achten.

Tipps

Es gibt spezielle unkrauthemmende Substrate. Die dänische Firma Dansand hat Quarzsand und Steinmehl entwickelt. Diese Substrate weisen einen hohen pH-Wert auf und sind der Bodenbeschaffenheit von unkrautfreien Substraten in der Natur nachempfunden.

Text: Christine Riel
Artikelbild: Sidorov_Ruslan/Shutterstock
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