Pflanzen der Bibel: Diese können Sie im Garten kultivieren

Von den in Israel rund 1.600 vorkommenden Pflanzenarten werden in der Bibel rund 110 erwähnt. Auf einige, die Sie auch in Ihrem eignen Garten anpflanzen können, möchten wir in diesem Artikel näher eingehen.

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Die Myrte ist ein schöner Busch, der schon in der Bibel erwähnt wird

Der Baum der Erkenntnis: Der Granatapfelbaum

Das erste in der Bibel genannte Gewächs ist der Baum der Erkenntnis, dessen Früchte Adam und Eva verboten sind (1. Mose 2,16–17). In unseren Breiten denken dabei viele automatisch an einen Apfelbaum (Malus domestica). Es handelt sich jedoch um einen anderen Apfel, den Granatapfelbaum (Punica granatum).

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Diesen können Sie problemlos als Kübelpflanze kultivieren, sofern Sie ihn bei zwei bis sieben Grad in einem frostfreien Raum überwintern. Bei guter Pflege entwickelt das attraktive Gewächs zahlreiche aromatische Früchte, die ab Oktober reif werden.

Der Feigenbaum

Mit den großen, gelappten Blättern des Feigenbaumes (Ficus carica) haben Adam und Eva nach dem Sündenfall ihre Blöße bedeckt (1. Mose 3,7). Neuzüchtungen dieser biblischen Pflanze, die Temperaturen von bis zu -20 Grad verkraften, können Sie, beachten Sie einige Dinge, auch in Deutschland kultivieren.

An einem geschützten, sonnigen Standort belohnt Sie der Baum mit zahlreichen, saftig aromatischen Früchten. Die robusten Freilandfeigen benötigen jedoch zwingend einen guten Winterschutz, damit sie nicht zurückfrieren.

Die Myrte

Als Andenken an das Paradies soll Adam einen Myrtenzweig abgebrochen und mitgenommen haben. Zudem gehörte Myrtus communis schon zu Zeiten Jesu Christi zu den vier Gewächsen des Feststraußes für das jüdische Laubhüttenfest.

Die sagenumwobene Myrte ist recht unkompliziert zu kultivieren:

  • Sie benötigt für reiche Blüte einen hellen, warmen Standort.
  • Die Kübelpflanze wird in einer Mischung aus einem Viertel Azaleenerde und drei Vierteln grobem Sand kultiviert.
  • Beim Gießen ist etwas Fingerspitzengefühl gefragt: Lassen Sie die Erde nie ganz austrocknen, überwässern Sie den Kleinstrauch aber nicht.
  • Gedüngt wird nur sparsam.

Der Brennende Busch

Bei dem brennenden Busch, in dem sich Gott Moses offenbart hat, handelt es sich um den Diptam (Dictamus albus). Dieser bildet sehr viel ätherische Öle, die sich bei starker Sonneneinstrahlung selbst entzünden und den Anschein erwecken, der Strauch würde in Flammen stehen.

Die intensiv nach Zitrone und Vanille duftende Pflanze verzaubert mit ihrem hübsch geformten Laub und den attraktiven Blütenständen. Sie fügt sich gut in ein Staudenbeet ein, ist trockenheitsresistent und unkompliziert zu pflegen.

Tipp

Die „Rose von Jericho“, eine trockene Zweigkugel, die bei Kontakt mit dem Wasser zu neuem Leben erwacht, ist ein beliebter Weihnachtsschmuck. Maria soll bei der Geburt des Jesuskindes eine solche Pflanze in den Händen gehalten haben, so erzählt die Legende. Zwar ist das nicht biblisch belegt, aber das Gewächs, das sich jedes Jahr wieder entfaltet, verströmt in der Weihnachtszeit einen ganz besonderen Zauber.

Text: Michaela Kaiser