Pflanzenporträt im März: Das Schneeglöckchen

Schneeglöckchen werden von Naturfreunden sehr geschätzt, zählen die zarten Gewächse doch zu den ersten Frühlingsboten. Die kleinen weißen Blütenglöckchen blühen genau dann, wenn frisches Grün noch rar ist. Sowohl in Grünanlagen als auch in Gärten und ausgewildert in lichten Wäldern können Sie jetzt diese hübsche Pflanze finden.

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Der März ist der Monat des Schneeglöckchens

Pflanzensteckbrief:

  • Botanischer Name: Galanthus nivalis (Übersetzt: Blüte aus dem Schnee)
  • Ordnung: Spargelartige
  • Familie: Amaryllisgewächse
  • Gattung: Schneeglöckchen
  • Wuchs: Krautig ausdauernd wachsende Pflanze die als Speicherorgan Zwiebeln ausbildet.
  • Wuchshöhe: 10 bis 30 Zentimeter
  • Hauptblütezeit: Februar bis April
  • Blatt: Hell- bis mittelgrün, spitz zulaufend
  • Blüte: Einfach, gefüllt bis stark gefüllt
  • Blütenform: Glockenförmig
  • Blütenfarbe: Weiß
  • Frucht: Kapselfrüchte

Besonderheiten

Während des Wachsens erzeugt das Schneeglöckchen Wärme, welche den umliegenden Schnee zum Schmelzen bringt. Dadurch sorgt die Pflanze selbst für ausreichende Wasserversorgung.

Herkunft

Wild gedeiht das Schneeglöckchen in Südwestasien und Europa. Auch in Nordamerika ist es zu finden, hier wächst es jedoch nur ausgewildert.

Standort und Pflege

Winter- und frühblühende Schneeglöckchen bevorzugen einen geschützten, vollsonnigen Standort. Sorten, die erst im Spätfrühling blühen, können Sie an einen halbschattigen Platz setzen.

Substrat

Der Boden sollte ausreichend feucht, nährstoffreich und nicht zu sauer sein. Auch in den Sommermonaten darf die Erde nicht vollständig austrocknen.

Pflege

Das Schneeglöckchen ist vollkommen anspruchslos. Es wächst ohne gärtnerische Pflege gut, wildert aus und bildet im Laufe der Jahre große Blütenteppiche.

Sind die Pflanzen abgeblüht, können Sie die Erde rund um die kleinen Zwiebeln ein wenig auflockern und sehr schwere Böden mit Sand anreichern.

Ein Schnitt ist nicht notwendig. Gönnen Sie dem Schneeglöckchen eine Ruhephase und lassen sie die vergilbenden Blätter an der Pflanze bis das Laub von selbst verwelkt und einzieht.

Krankheiten und Schädlinge

Gelegentlich werden Schneeglöckchen von Grauschimmelfäule befallen. Die Frühlingsblüher wirken dann wie von einem feinen, grauen Schleier überzogen. Sie sterben in der Folge ab. Meist ist der falsche Standort schuld am Pilzbefall.

Gegen ihn lässt sich leider wenig unternehmen. Setzen Sie an diese Stelle keine Schneeglöckchen mehr, da sich der Pilz im Boden hält und auf neu gesetzte Pflanzen übergreifen würde.

Eher selten machen die Narzissenfliege oder Schnecken den Frühblühern zu schaffen.

Tipps

Das in der Zwiebel enthaltene Alkaloid Galantamin wird in der Schulmedizin zur Demenzbehandlung und bei Gedächtnisstörungen eingesetzt. Vom Verzehr aller Pflanzenteile ist jedoch dringend abzuraten, da Galantamin toxisch wirkt und zu schweren Vergiftungen führen kann!

Text: Michaela Kaiser
Artikelbild: Real PIX/Shutterstock

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