Wie giftig sind Schneeglöckchen?

Mit einem schmalen Stängel und einer tropfenförmigen und demütig nach unten geneigten Blüte schießt das Schneeglöckchen im Frühjahr aus der Erde. Doch seine zart anmutende Seite sollte nicht über sein Giftpotential hinwegtäuschen. Dieses stellt eines der Besonderheiten dieser heimischen Pflanze dar...

Schneeglöckchen Risiken
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Ein Giftcocktail, der die gesamte Pflanze durchströmt

Alle Pflanzenteile bergen Giftstoffe in sich, wobei die Zwiebel mit dem Alkaloid Amaryllidaceae hervorsticht. Die Zwiebel ist aufgrund dessen am giftigsten. Die Blätter, der Stängel und die Blüte enthalten die toxischen Stoffe Tazettin, Galanthamin und Lycorin.

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Keine große Gefahr für den Menschen

Schneeglöckchen gelten als gering giftig und dass sich Menschen an Schneeglöckchen vergiften ist relativ unwahrscheinlich. Diese Pflanze ähnelt keinem anderen Gewächs, das als essbar gilt. Die Ausnahme bilden kleine Kinder. Erklären Sie Ihren Kindern daher eindringlich, dass sie das Schneeglöckchen nicht essen dürfen!

Schneeglöckchen giftig für Hunde

Neben Kleinkindern sind vor allem (junge) Haustiere wie Hunde gefährdet. Hat ein Hund am Schneeglöckchen geknabbert oder zu viel davon gefressen, kann es unter anderen zu folgenden Symptomen kommen:

  • Durchfall
  • Erbrechen
  • Benommenheit
  • verstärkter Speichelfluss
  • verengte Pupillen
  • im schlimmsten Fall: Lähmungserscheinungen

Menschen reagieren ähnlich auf eine Schneeglöckchen-Vergiftung. Fachleute meinen, dass sich ein Verzehr von bis zu drei Zwiebeln bei einem Erwachsenen nicht bemerkbar machen. Haben sich Haustiere vergiftet, sollte sofort ein Tierarzt aufgesucht werden.

Als Gegenmaßnahmen helfen viel Wasser zu trinken und Aktivkohle einzunehmen. Eine tödliche Dosis ist nicht bekannt. Besser als Gegenmaßnahmen ist Vorbeugung: Pflanzen Sie keine Schneeglöckchen, wenn Sie Kinder haben oder/und Haustierbesitzer sind.

Tipps & Tricks

Wussten Sie es? Schneeglöckchen werden in der Medizin eingesetzt. Die Inhaltsstoffe sollen in geringen Mengen bei Alzheimer, Menstruationsbeschwerden und Herzleiden helfen.

Text: Anika Gütt

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