Wie Sie Pfifferlinge haltbar machen – die besten Tipps und Tricks

Ab Juni ist es wieder soweit: Es ist Pfifferlingszeit! In manchen Jahren bis weit in den November hinein können Sie die goldgelben, charakteristisch geformten kleinen Pilze sammeln. Am meisten Erfolg haben Sie damit in lichten Laub- und Nadelwäldern, in denen die Sonne kräftig auf den dicht bemoosten Waldboden scheint. Stimmen Witterung und Standort, sind die "Eierschwammerln", wie sie in Süddeutschland auch genannt werden, oft in größeren Gruppen zu finden. Kann ein solcher Glücksfund nicht gleich verarbeitet werden, lassen sich die kleinen Pilze auf verschiedene Weise haltbar machen.

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Getrocknet oder eingefroren sind Pfifferlinge am längsten haltbar

Nur frische Pfifferlinge verwenden

Doch ob Sie die Pfifferlinge nun einfrieren, trocknen oder einlegen wollen: Verwenden Sie ausschließlich frische Pilze. Diese halten sich nicht nur länger, sie schmecken auch besser. Natürlich gibt es keine frischeren Pilze als die, die Sie selbst im Wald sammeln und zu Hause gleich verarbeiten. Haben Sie jedoch beim Waldspaziergang kein Glück, so können Sie ab August auch auf Supermarktware zurückgreifen. Wie frisch diese allerdings ist, kann nicht nachvollzogen werden: Supermarkt-Pfifferlinge stammen in der Regel aus osteuropäischen Ländern wie Weißrussland oder Moldawien und haben daher einen langen Weg hinter sich. Sie sollten also so schnell wie möglich verbraucht und eher nicht konserviert werden.

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Die drei besten Möglichkeiten zum Konservieren von Pfifferlingen

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, Pfifferlinge entweder solo oder zusammen mit anderen Pilzen und / oder Gemüsen haltbar zu machen. Geradezu klassisch ist beispielsweise das Rezept, Buschbohnen zusammen mit Pfifferlingen und Zwiebeln sauer einzulegen. Auch das Einkochen in Salzwasser war bereits unseren Urgroßmüttern bekannt. Doch hier ein Hinweis bezüglich des Einweckens von Pilzen: Pilze verderben sehr schnell und Sie sollten keine Lebensmittelvergiftung riskieren, indem Sie beim Einkochen nicht penibel auf Hygiene achten! Da außerdem bei dieser Konservierungsmethode verdorbene Pilze schwer auszumachen sind, achten Sie auf das Geräusch beim Öffnen des mit einem Schraubverschluss versehenen Glases: Dieses muss hörbar knacken, sonst war es undicht!

Pfifferlinge einfrieren

Vor dem Einfrieren sollten Sie die geputzten und gegebenenfalls gewaschenen Pfifferlinge für einige Minuten in kochendem Salzwasser blanchieren. Fügen Sie am besten noch etwas Zitronensaft hinzu, das nimmt den Pfifferlingen ihre Bitterkeit. Füllen Sie die blanchierten Pilze schließlich portionsweise in Gefrierbeutel oder fest verschließbare Kunststoffdosen und frieren Sie sie bei mindestens minus 18 °C ein. Die so konservierten Pilze halten sich etwa ein Jahr.

Pfifferlinge trocknen

Im Backofen lassen sich Pfifferlinge prima trocknen: Legen Sie die geputzten (aber nicht gewaschenen!) Pilze nebeneinander auf ein mit Backpapier ausgelegtem Blech. Kleinere Exemplare können Sie ganz lassen oder aber halbieren, lediglich größere sollten Sie in dünne Scheiben schneiden. Trocknen Sie die Pilze bei etwa 50 °C für mindestens fünf Stunden. Damit die entweichende Feuchtigkeit abziehen kann, klemmen Sie einen Holzlöffel zwischen Backofentür und Backofen.

Pfifferlinge einlegen

Pfifferlinge lassen sich auch wunderbar in saurer Essiglösung einlegen. Hierzu blanchieren Sie die rohen Pilze zunächst und füllen sie mit Kräutern und Gewürzen nach Wahl in saubere Schraubgläser. Füllen Sie die Gläser nur zur Hälfte, um sie anschließend mit einer heißen Lösung aus Essig und Wasser (im Verhältnis 50:50) aufzufüllen. Schrauben Sie die Gläser gut zu und stellen Sie sie sofort für einige Stunden auf den Kopf.

Tipps

Sehr schmackhaft sind auch selbst hergestellte Ravioli oder Tortellini mit einer Pfifferlingsfüllung. Auch diese können Sie einfrieren und bei Bedarf – etwa wenn überraschend Gäste kommen – zubereiten.

Text: Ines Jachomowski
Artikelbild: Adurable Creations/Shutterstock

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