Petunien: giftig oder nicht?

Viele Garten- und Balkonbesitzer schätzen die Petunie aufgrund ihrer vielen verschiedenfarbig blühenden Sorten und der extrem langen Blütezeit vom Frühjahr bis zum ersten Frost. Allerdings sollte auf eine gewisse Giftigkeit der grünen Pflanzenteile geachtet werden.

Petunien essbar
Petunien sind leicht giftig

Petunien als Risiko für Menschen

Grundsätzlich sollten die grünen Pflanzenteile der Petunie keine große Verlockung für den Verzehr durch Erwachsene und Kinder darstellen, da sie einerseits grässlich schmecken und andererseits aufgrund der klebrigen Behaarung mit Trichomen furchtbar im Hals kratzen. Allerdings enthalten diese Nachtschattengewächse auch eine gewisse Menge des giftigen Solanins, wobei der Gehalt unter dem von Kartoffelpflanzen liegt. Auch wenn die Berührung der Pflanzen keine Vergiftungserscheinungen auslöst, so sollten Kinder auf die bei geringer Dosierung Übelkeit auslösende Wirkung des Verzehrs hingewiesen werden. Im Unterschied zu Kapuzinerkresse oder anderen für den Verzehr geeigneten Gartenpflanzen sind Petunien nicht essbar.

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Vorsicht bei Haustieren

In der Regel schrecken Haustiere wie Katzen automatisch vor dem Geruch der Petunien zurück. Wohnungskatzen und Kaninchen mit wenig Zugang zu frischem Grünfutter können trotzdem zum Knabbern an den Petunien auf dem Balkon verlockt werden. Dies kann im schlimmsten Fall zu Durchfall und Vergiftungserscheinungen führen. Sollte hierfür eine realistische Gefahr bestehen, so können Sie für die Balkonbepflanzung auf ungiftige Alternativen ausweichen:

  • Katzenminze
  • Taubnessel
  • Feldthymian
  • Margerite

Tipps

Wie viele andere attraktive Blühpflanzen im Garten und auf dem Balkon sind Petunien für den Verzehr nicht geeignet. Trotzdem sollte man angesichts der enthaltenen Solanin-Menge auch nicht in Panik verfallen. Bei kleinen Kindern im Haushalt bietet es sich mitunter an, diesen grundsätzlich einen sehr vorsichtigen Umgang mit ihnen unbekannten Pflanzen anzugewöhnen, sodass es nicht zu einer Gefährdung durch die Vielzahl an potenziell gefährlichen Pflanzen im und um das Haus kommen kann.

Text: Alexander Hallsteiner

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