Paprika säen – so klappt´s besser

Wenn wir Paprika hören, denken wir an grüne, gelbe und rote Schoten. Diese Vorstellung ist jedoch nur teilweise richtig. Paprika bezeichnet unterschiedliche Sorten der Gattung Capsicum. Dazu zählen sowohl die Paprika als auch Chili und Peperoni. Egal welche Schote – beim Paprika säen ist Geduld gefragt.

Paprika säen

Paprika säen zur richtigen Zeit

Paprika säen vor Anfang März, lohnt sich nicht. Bei Helligkeitsmangel bilden die Keimlinge schwache Triebe, deren Keimblättchen unter Chlorophyllmangel leiden. Das heißt, sie vergeilen. Richtiges Timing ist deshalb wichtig .

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Wer Paprika im Gewächshaus oder auf der Fensterbank rechtzeitig sät, nutzt mehrere Vorteile. Die Pflanzen setzen früher Blüten an und liefern schneller erntereife Schoten. Außerdem sind die Paprikakeimlinge vor Wind, Wetter und Schneckenangriffen geschützt. Und es bleibt noch ausreichend Zeit für das Pflanzenwachstum bis zur Reife im Herbst. Besonders ertragreiche Ernten gelingen mit schnell wachsenden und früh reifenden Sorten wie zum Beispiel:

  • Capsicum Annum
  • Cayenne
  • Jalapeno

Was braucht man um Paprika zu säen?

  • Aussaatschalen oder Anzuchttöpfe (16,68€ bei Amazon*)
  • Anzuchterde oder Substrat
  • keimfähige Paprikasamen
  • Minigießkanne oder Sprühflasche
  • Mini-Gewächshaus oder Folie

Der beste Start für die Paprikaaussaat

Du kannst Joghurtbecher oder Töpfchen aus Torf oder Eierkartons verwenden. Kompostierbare Gefäße sind besonders praktisch, weil sich die Jungpflanzen damit später direkt anpflanzen lassen, ohne die Wurzelballen zu beschädigen. Zum Füllen der Gefäße eignet sich spezielle Aussaaterde. Diese ist feinkrümeliger und nährstoffärmer als Blumenerde und aktiviert das Wurzelwachstum.

Das Substrat sollte durchfeuchtet, aber nicht triefend nass sein. Paprika dosiert säen, indem in jedes Gefäß 1 bis 3 Paprikakörner gelegt werden. Paprika sind keine Leichtkeimer sondern Dunkelkeimer. Deshalb das Saatgut dünn mit gesiebter Erde bedecken und mit warmen Wasser besprühen.

Um das erforderliche feuchtwarme Klima zu gewährleisten die Keimlinge im Gewächshaus oder mit Folie bedeckt an ein Südfenster stellen. Bei einer kalten Fensterbank eine Heizmatte unter die Aussaat legen. Die ideale Bodentemperatur zum Keimen liegt bei 25° Grad. Jetzt die Paprikakeimlinge täglich kurz lüften, um Schimmelbildung zu vermeiden. Und dann? Abwarten und Tee trinken ;-).

Was tun, wenn die ersten Keimlinge sprießen?

Die Keimdauer hängt von der Qualität und äußeren Bedingungen wie Licht, Temperatur und Feuchtigkeit ab. 3 bis 4 Wochen später, wenn sich das erste Keimblattpaar zeigt, die Abdeckung entfernen. Jetzt ist es wichtig, das Substrat feucht zu halten, ohne dass sich Staunässe bildet. Nach den letzten Nachtfrösten kann man die Paprika im Garten einpflanzen. Hierfür rechtzeitig den optimalen Standort mit ausreichend Pflanzabstand auswählen.

Tipps & Tricks

Keimlinge, die schwach oder missgebildet sind, aussortieren. Sie sind für den Anbau nicht geeignet. Kraftvolle Jungpflanzen täglich um einige Stunden länger zum Abhärten ins Freie stellen.

Text: Regina Müller

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