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Pappeln wachsen sehr schnell

Anmut und Brauchbarkeit der Pappeln

Pappeln prägen unser heimisches Landschaftsbild mit ihren anmutig schwingenden Kronen. Die sympathischen Laubbäume halten für uns viele ästhetische wie praktische Dinge bereit. Hier widmen wir der Pappel einen kleinen Steckbrief.

Wachstum und Erscheinungsbild

Pappeln zeigen im Allgemeinen einen großkronigen, länglichen Baum-Habitus mit lichter, elastisch schwingender Krone. Sie gehören zu den am schnellsten wachsenden Bäumen in unseren Breiten. Je nach Art können sie pro Jahr bis zu einen Meter in die Höhe schießen! An Gesamthöhe erreichen sie artbezogen zwischen 15 und 45 Meter.

Ihr Holz ist zerstreutporig und sehr zellulosehaltig, was abgesehen von den filigranen Blättern zu dem bewegten Erscheinungsbild beiträgt.

Die Wurzeln von Pappeln sind wie der oberirdische Baumteil sehr wuchsfreudig und bilden starke Wurzelausläufer. Über die daraus entstehenden Ausschläge vermehren sich Pappeln effektiv auf vegetativem Wege.

Blätter, Blüten und Früchte

Im frühen Frühjahr, etwa ab März, bilden Pappeln als erstes ihre Blüten in Form von Kätzchen aus. Sie verbleiben zunächst allein im nackten Geäst. Das Laub entfaltet sich nämlich erst später im April. Ende Mai entwickeln sich an den Kätzchen dann die Früchte.

Generative Vermehrung

Pappeln sind zweihäusig, die Baumindividuen also getrenntgeschlechtlich. Pappeln mit männlichen Kätzchen lassen ihren Pollenstaub vom Wind zu Pappeln mit weiblichen Blüten tragen (Anemophilie). Werden diese befruchtet, entstehen an ihnen zahlreiche Kapselfrüchte mit Samen. Die mit einem Büschelschopf zur Flughilfe ausgestatteten Samen werden nach der Kapselöffnung ebenfalls durch den Wind zur Fortpflanzung weitergetragen. (Anemochorie)

Wie Pappeln genutzt werden

Wir Menschen haben uns die Charakeristika von Pappeln in vielerlei Weise zunutze gemacht. Von Interesse sind dabei vor allem:

  • Ihr schnelles und hohes Wachstum
  • Ihr besonders beschaffenes Holz
  • Ihre flaumbehafteten Samen

Zügiges Höhenwachstum für Alleen und Co.

Durch das schnelle Höhenwachstum werden Pappeln sehr gerne als Alleebäume eingesetzt. Auch in privatem Rahmen können die Bäume dadurch ohne viel Geduldaufwand eine Grundstücksgrenze gegen Wind und Sonne schließen.

Flexibles, belastbares Holz

Das Holz nutzt man wirtschaftlich für die Produktion von Pellets, von Verpackungsmaterial und von Papier. Außerdem eignet es sich wegen seiner Flexibilität und gleichzeitiger Belastbarkeit für die Herstellung von Instrumenten.

Die Pappelwolle

Auch die feinen Zellulosehaare der Pappelsamen, die auch Pappelwolle genannt wird, wurde früher genutzt, und zwar für die Herstellung von Edelpapier.

Text: Caroline Strauss Artikelbild: Mike Richter/Shutterstock

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