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Die Blätter der Silberpappel ähneln dem Ahorn

So sehen Pappelblätter aus

Durch die weiche, leichte Weise, mit der sich Pappeln im Wind wiegen, bereichern sie unser heimisches Landschaftsbild um eine schlichte Anmut. Das liegt unter anderem an ihren sehr beweglichen, kleinen Blättern. Hier ein kurzes Portrait.

Charakteristisch: Die Dreiecksform

Zwar zeigen die insgesamt zwischen etwa 22 und 89 Arten der Gattung Populus durchaus unterschiedliche Blattformen – dennoch ist ihr größter gemeinsamer Nenner eine gewisse Dreiecks- oder auch Herzform. Es gibt auch rundere Blattformen. Allen gemein sind aber eine recht zarte Blattstruktur und lange, manchmal unten abgeflachte Stiele, was zu dem typischen bewegten, filigranen Kronenbild beiträgt. Allerdings ist auch das zellulosereiche, flexible Holz der Pappel nicht unbeteiligt daran. Das meist eher helle Grün des Laubes unterstreicht den sanften Charakter der Pappeln.

Wir können also zunächst festhalten:

  • Typische Pappelblattform ist dreieckig
  • Lang gestielt
  • Zarte Blattstruktur
  • Dadurch sehr bewegtes Kronenbild

Blattformvarianz an ein und demselben Baum

Vielleicht ist Ihnen schon einmal aufgefallen, dass an ein und demselben Individuum unterschiedliche Blattformen hängen können. Ein Genfehler? Nein, dieses Phänomen ist ganz normal und hängt mit dem Ansatzort bzw. dem Zeitpunkt der jeweiligen Blattbildung zusammen. Die früh im Winter an den Langtrieben entstehenden Blätter entwickeln bei vielen Arten eine andere Form als die später im Sommer an den Kurztrieben wachsenden Blätter. Schließlich haben sie ganz unterschiedliche Basisvoraussetzungen. Auch bei anderen Bäumen zeigen sich an Lang- und Kurztrieben unterschiedliche Belaubungsstrukturen, etwa bei der Lärche.

Bei der Zitterpappel etwa zeigen sich die Winterblätter in fast runder und an den Rändern gelappten Form. Ihre Sommerblätter sind hingegen dreieckig und nahezu ganzrandig.

Herbstfärbung

Alle Pappeln sind sommergrüne Bäume und werfen zum Winter hin ihr Laub ab. Vorher verfärbt es sich zumeist in goldgelben bis hellbraunen oder auch rötlichen Tönen, wodurch sich auf der Erde ein dekorativ gesprenkelter Laubteppich ergibt.

Blattformen einzelner Populus-Arten

Die bei uns in Mitteleuropa am meisten vertretenen Pappelarten erkennen Sie an folgenden Blattformen:

Zitterpappel

Die Zitterpappel oder Espe charakterisiert sich durch fast runde, am Rand gelappte und sehr langstielige Blätter, die sich bekanntermaßen beim kleinsten Windhauch in Bewegung setzen und “zittern”. Die im Sommer nachgebildeten Blätter haben eine dreieckige, ganzrandige Form. Die Herbstfärbung ist ein schönes, reines Goldgelb.

Silber-Pappel

Die Silber-Pappel fasziniert mit besonders variantenreichen Blattformenen: Die frühen, an den Langtrieben entstehenden Blätter haben eine fast ahornartig gebuchtete Form und sind unterseits weißfilzig behaart. Die späten Kurztrieb-Blätter sind hingegen eher eiförmig, wellig gerändert und nur an der Unterseite etwas behaart.

Balsam-Pappel

Die Blätter dieser schwarzrindigen Art sind länglicher als die der meisten Gattungsgenossinnen – eiförmig bis fast lanzettlich und mit langer Spitze. Ihre Oberfläche ist glatt und vergleichsweise dunkelgrün, die Unterseite ist weißlich und flaumig behaart. Die Ränder sind ganz fein gesägt.

Schwarzpappel

Die Langtriebblätter der Schwarzpappel erkennen Sie an der rhombischen, die Kurztriebblätter an der eher eiförmigen Erscheinung.

Text: Caroline Strauss Artikelbild: Layue/Shutterstock

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