Nicht alle Ölweiden eignen sich als Hecke

Einige Elaeagnus-Arten eignen sich aufgrund ihres gleichmäßigen Wuchses, guter Verzweigung und ihrer Schnittverträglichkeit gut als Heckenpflanzen. Besonders geeignet ist die Wintergrüne Ölweide, die zumindest in milden Wintern ihr Laub behält und somit ganzjährig einen Sichtschutz bietet.

Ölweide Sichtschutz
Die Ölweide eignet sich aufgrund ihres dichten Wachstums gut als Hecke oder Sichtschutz
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Die Wintergrüne Ölweide (Elaeagnus ebbingei) ist ein niedrig wachsendes, frostbeständiges Ziergehölz mit oberseitig dunkelgrünen und unterseitig silbrig beschuppten Blättern und cremeweißen, intensiv duftenden Blüten, die sich in silbrig behaarte Früchte verwandeln. Die Blütezeit der Wintergrünen Ölweide beginnt frühestens im September und dauert manchmal bis in den Dezember hinein.

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Geeigneter Standort

Die Standortansprüche derWintergrünen Ölweide sind nicht hoch: sie gedeiht in der Sonne oder im Halbschatten auf allen kultivierten Böden, verträgt Trockenheit und Frost gleichermaßen gut. In sehr strengen Wintern kann sie ihr Laub abwerfen, treibt im Frühjahr jedoch wieder aus. Ein geschützter Standort erweist sich für diese Elaeagnus-Art als vorteilhaft.

Hecke pflanzen

Es wird empfohlen, die Pflanzung nach dem letzten Frost im Frühjahr vorzunehmen. Eine vorherige Bodenanreicherung etwa durch Kompost ist nicht erforderlich. Eine Drainageschicht zum Schutz vor Staunässe ist vom Vorteil. Bei einer Heckenpflanzung benötigt man je nach Größe der Pflanzen:

  • 2-3 Ölweiden je Meter (kleine Pflanzen von ca. 30-40 cm) bzw.
  • 1-2 Ölweiden je Meter (größere Pflanzen von ca. 40-60 cm).

Die anfangs etwas “locker” wirkende Bepflanzung wächst recht bald zusammen.

Pflege der Hecke

Außer jährlicher Schnittmaßnahmen (im Juni) benötigt die Hecke keine weitere Pflege. Der Schnitt sollte vorzugsweise mit der Gartenschere und nicht mit der Heckenschere (22,00€ bei Amazon*) ausgeführt werden. Dadurch wird verhindert, dass sich die durchgeschnittenen Blätter braun färben und abfallen. Zudem wirkt die auf diese Weise geschnittene Hecke nicht so streng. Es wird – wie auch bei anderen Gehölzen – wie folgt vorgegangen:

  • die überlangen Triebe einkürzen, um die Verzweigung zu fördern,
  • nach innen wachsende Triebe entfernen,
  • beschädigte Zweige ausschneiden.

Tipps

Von den laubabwerfenden Ölweide-Arten ist die Korallen-Ölweide (Elaeagnus umbellata) für Heckenbepflanzung gut geeignet. Diese blüht nicht nur reichlich, sondern trägt auch in unseren Breitengraden viele Früchte.

Text: Olivia Sommer

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