Die meisten Ölweiden sind winterhart, einige immergrün

In unseren Breitengraden werfen die immergrünen Ölweide-Arten nur in den milden Wintern ihre Blätter nicht ab. Bei strengem Frost fällt das dunkelgrüne Laub der Ziergehölze zwar ab; der Strauch treibt jedoch im Frühling wieder aus.

Ölweide wintergrün
Die Elaeagnus ebbingei ist winterhart, verliert aber in kalten Regionen im Winter oft ihre Blätter

Ölweiden (Elaeagnus) sind eine Pflanzengattung mit über 40 Arten aus der Familie der Ölweidengewächse. Das meist strauchartig wachsende Ziergehölz ist robust, pflegeleicht und schnittverträglich. Die Sträucher eignen sich sowohl für Solitär- als auch für Gruppenbepflanzung sowie für Kübelhaltung. Einige Elaeagnus-Arten lassen sich gut zu Heckenpflanzen oder zu dekorativen Hochstämmchen ziehen.

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Ölweide-Arten

Die meisten Ölweide-Arten haben ihren Ursprung in Asien und weisen je nach Art unterschiedliche Frosthärte auf. Außerdem unterscheiden sie sich in der Wuchshöhe, Laubfärbung und Blütezeit. Die Zweige einiger Ölweiden sind mit Dornen versehen. Viele Ölweide-Arten bilden Früchte, die essbar sind. Zum großen Teil handelt es sich bei den Ölweiden um laubabwerfende Gehölze, z. B.

  • Schmalblättrige Ölweide (Elaeagnus angustifolia),
  • Silber-Ölweide (Elaeagnus commutata),
  • Essbare Ölweide (Elaeagnus multiflora), auch Reichblütige Ölweide oder Japanische Ölweide genannt.
  • Korallen-Ölweide (Elaeagnus umbellata), auch Doldige Ölweide oder Schirm-Ölweide genannt.

Immergrüne Ölweide-Arten

Als immergrüne Ziergehölze sind hierzulande Wintergrüne Ölweide (Elaeagnus ebbingei) und Dornige Ölweide (Elaeagnus pungens) am häufigsten anzutreffen. Die Elaeagnus ebbingei ist von aufrechtem Wuchs, während Elaeagnus pungens breit wächst. Beide Arten sind mit etwa 2-2,5 m nicht sehr hoch und haben elliptisch-längliche Blätter, die oberseitig dunkelgrün glänzen.

Pflege der immergrünen Ölweiden

Die immergrünen Elaeagnus-Arten sind zwar ausreichend frostbeständig, behalten jedoch nur in den milden Wintern ihr Blattwerk. Bei strengem Forst wird das Laub abgeworfen, aber nur, um im Frühjahr erneut auszutreiben. Die älteren Pflanzen vertragen den Frost besser, als die jüngeren. Diese sollten anfangs bei lang anhaltenden Kälteperioden einen Winterschutz erhalten.

Ein geschützter Standort in der Sonne oder im Halbschatten ist von Vorteil. Trockenheit des Bodens wird von den Ölweiden gut vertragen, Staunässe hingegen sollte vermieden werden. Regelmäßige Schnittmaßnahmen und Düngergaben sind nicht erforderlich.

Tipps

Die späte Blütezeit (zwischen September und Dezember) der immergrünen Ölweide-Arten macht sie zu einer wertvollen Nahrungsquelle für Insekten, ist allerdings auch der Grund dafür, dass es zum Ausreifen der Früchte hierzulande meist nicht kommt.

Text: Olivia Sommer

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